An Varta scheiden sich die Geister
An Varta scheiden sich die Geister
Freitag, 14.8.:Der Batteriehersteller Varta bietet den Anlegern eine spannende Story. Am Freitag wird diese um ein Kapitel reicher, wenn das Unternehmen aus Ellwangen über den Geschäftsgang im ersten Halbjahr berichtet. An Varta scheiden sich aber auch die Geister. Ein Teil der Investoren sieht in dem deutschen Unternehmen einen echten Champion, der mit seinen winzigen Stromlieferanten für Wearables wie Kopfhörer den Markt beherrscht und auf Dauer satte Gewinne einfahren wird. Eine große Anlegerschar jedoch ist skeptisch und wettet darauf, dass Varta völlig überbewertet ist und bald von der chinesischen Konkurrenz in die Schranken verwiesen wird. Allein die im Bundesanzeiger gemeldeten Netto-Leerverkaufspositionen der Varta-Aktie summieren sich auf knapp 10 %. Ganz vorne mit dabei bei den Leerverkäufern sind die Hedgefonds Tiger Global (2,6 %), Melvin (2,3 %) sowie der Aktivist Dan Loeb über sein Vehikel Third Point (2,1 %). Im Moment haben aber wieder klar die Optimisten Oberwasser. Die Varta-Aktie notiert um die 100-Euro-Marke und damit nicht allzu weit entfernt vom Rekordhoch von 127 Euro, das Ende 2019 nach einer beispiellosen Rally erreicht wurde. Zuletzt gab es durchaus positive Nachrichten, die den starken Kursverlauf untermauern. Der Rechtsstreit mit Samsung wurde beigelegt, womit die Beziehung zu diesem wichtigen Kunden gefestigt wurde. Samsung hat sich auf Jahre hinaus verpflichtet, Varta-Knopfzellen für Kopfhörer einzusetzen. Auch der Homeoffice-Boom im Corona-Lockdown hat das Geschäft von Varta beflügelt, da Headsets, für die ebenfalls Knopfzellen nötig sind, stärker gefragt waren. Langfristig könnte auch das Internet der Dinge in Verbindung mit 5G-Mobilfunk Potenzial für Varta bieten.ds