DZ Bank sieht Anstieg der Risikovorsorge
DZ Bank sieht Anstieg der Risikovorsorge
Freitag, 28.8.:130 Mill. Euro Verlust vor Steuern: So lautete im ersten Quartal die Bilanz der Coronakrise für die DZ Bank, wie deren Co-Vorstandsvorsitzende Uwe Fröhlich und Cornelius Riese Ende Mai im Gespräch mit der Börsen-Zeitung erklärt hatten. Operativ lief das Geschäft der Gruppe demnach gut. Die Entwicklung am Kapitalmarkt allerdings zog vor allem in Form von Aktienkursverlusten bei der Versicherungstochter R+V eine Belastung von 400 Mill. Euro nach sich. Angesichts der Kursrally im zweiten Quartal wäre es keine Überraschung, sollte das Institut inzwischen auch von positiven Bewertungseffekten berichten, wenn es am Freitag kommender Woche seine Zahlen fürs erste Halbjahr veröffentlicht. Die Belastungen in den ersten drei Monaten haben das genossenschaftliche Zentralinstitut dazu veranlasst, seine Gewinnprognose von 1,5 Mrd. Euro für 2020 ad acta zu legen. Ende Mai, als immerhin schon zwei Drittel des zweiten Quartals gelaufen waren, stellten die Manager zwar immer noch deutlich schwarze Zahlen in Aussicht. Selbst ein Gewinn von 1 Mrd. Euro galt aber damals als nicht mehr erreichbar. Das Management rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Risikovorsorge im Jahresverlauf. Dieser könnte die Effekte jeglicher Kurserholungen am Aktienmarkt rasch zunichtemachen. bn