Gerresheimer hat alle Hände voll zu tun
Gerresheimer hat alle Hände voll zu tun
Donnerstag, 9.4.:Als Hersteller komplexer Verpackungen, der 80 % seines Umsatzes mit der Pharmaindustrie macht, hat Gerresheimer in diesen Tagen voll zu tun und gehört zur kritischen Infrastruktur. Alle 36 Werke in zwölf Ländern seien in Betrieb, sagte ein Sprecher. Die Anfragen wegen der Produktion einfacher Kunststoffverpackungen für Desinfektionsmittel könne der Konzern gar nicht alle annehmen.Auch ohne Coronakrise hatte Gerresheimer bereits zu Beginn des Jahres den Plan, das Wachstum 2020 zu beschleunigen. Ob sich eine verstärkte Dynamik schon im ersten Quartal (29.2.) bemerkbar gemacht hat, über welches das MDax-Unternehmen am Gründonnerstag berichten will, wird sich zeigen. Vor sechs Wochen hatte Vorstandschef Dietmar Siemssen angekündigt, dass sich die verstärkten Investitionen, die Gerresheimer im vergangenen Jahr getätigt hat, vom zweiten Quartal an spürbar auszahlen sollten. Der Konzern peilt 2020 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an.Ein kritischer Blick allerdings geht zu der jungen schweizerischen Tochter Sensile Medical. Hier gingen bereits die zwei ersten größeren Aufträge für den Hersteller digital vernetzter Medizinpumpen verloren. Mit dem Kunden SQ Innovations entwickelt Sensile jetzt eine Mikropumpe für die Behandlung chronischer Herzerkrankungen. ak