Jahresprognose von Home24 steht auf wackligen Füßen
Jahresprognose von Home24 steht auf wackligen Füßen
Dienstag, 7.4.:Home24, eine Online-Plattform für Möbel und Wohn-Accessoires in Mitteleuropa und Brasilien, wird nächsten Dienstag bei der Vorlage des Jahresfinanzberichts Aufschluss darüber geben, ob der im Februar gegebene Ausblick für 2020 gültig bleibt. Das Unternehmen hatte sich ein Umsatzwachstum von 15 bis 20 % und ein ausgeglichenes bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vorgenommen. Doch seither hat die Coronavirus-Pandemie um sich gegriffen, insbesondere auch in den europäischen Ländern, in denen Home24 tätig ist: Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Schweiz, Belgien und Italien. Selbst wenn der E-Commerce tendenziell von den Schließungen der stationären Läden profitiert, ist zweifelhaft, ob sich das angesichts der großen Unsicherheit positiv auf den Möbelhandel auswirkt.Der Umsatz ist 2019 im Jahresvergleich währungsbereinigt um ein Fünftel auf 372 Mill. Euro gewachsen. Im “starken Abschlussquartal” sei das Unternehmen auf Ebitda-Ebene mit währungsbereinigten 2,5 Mill. Euro erstmals profitabel gewesen.Seit Juni 2018 ist Home24 börsennotiert. Der Emissionspreis betrug 23 Euro. Lag der Kurs in den drei Monaten nach dem Erstlisting noch oberhalb dieser Marke, folgte darauf ein tiefer Absturz. Derzeit kostet der Titel rund 2,70 Euro; die Marktkapitalisierung beträgt 71 Mill. Euro. md