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Konkurrenz von Microsoft bremst Slack

Dienstag, 8.9.: Slack Technologies gehört zweifellos zu den Gewinnern der Coronakrise. Das kalifornische Technologieunternehmen macht Software für die Kommunikation in Büros, die in diesem Jahr besonders gefragt ist. An der Börse läuft es für die...

Konkurrenz von Microsoft bremst Slack

Dienstag, 8.9.:Slack Technologies gehört zweifellos zu den Gewinnern der Coronakrise. Das kalifornische Technologieunternehmen macht Software für die Kommunikation in Büros, die in diesem Jahr besonders gefragt ist. An der Börse läuft es für die Aktie allerdings vergleichsweise immer noch mäßig. Zwar ist der Kurs von Slack in diesem Jahr um knapp 50 % geklettert – fast fünfmal so stark wie der marktbreite Aktienindex S&P 500. Bei Zoom Video, dem Anbieter von Software für Videokonferenzen, hat sich der Kurs im gleichen Zeitraum jedoch mehr als versechsfacht. Allein am Dienstag ging es um mehr als 40 % hoch, nachdem das Unternehmen die Prognosen für das jüngste Quartal weit übertroffen hatte.Das sorgte auch für etwas Auftrieb bei Slack, die am kommenden Dienstag nach Börsenschluss in New York die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres bekanntgeben wird. Slack prognostizierte zuletzt einen Umsatz von bis zu 209 Mill. Dollar und einen Verlust von 3 bis 4 Cent je Aktie. Im Gesamtjahr soll sich der Verlust pro Aktie auf 17 bis 19 Cent belaufen. Zoom ist dagegen profitabel. Hinzu kommt, dass Analysten wie Gregg Moskowitz von der japanischen Bank Mizuho vor allem den Konkurrenten Microsoft längerfristig als Bremsklotz für Slack sehen. “Es steht außer Frage, dass wir noch stärker wachsen würden, wenn uns nicht der weltgrößte Softwarekonzern zu zerquetschen versuchte”, twitterte Slack-CEO Stewart Butterfield im Juli. Zuvor hatte Slack vor der Europäischen Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde eingereicht. Slack wirft Microsoft vor, sein Konkurrenzprodukt “Teams” auf unzulässige Weise in die marktbeherrschende Bürosoftware Office 365 zu integrieren.nok