FINANZMARKTKALENDER

K+S muss nach Kurseinbruch Klartext reden

Donnerstag, 12.3.: Der Aktienkurs des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S trudelt in Tiefen, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Allein gestern ging es um 5 % bergab. Im Handelsverlauf wurde mit 6,63 Euro der tiefste Stand seit Mitte 2004...

K+S muss nach Kurseinbruch Klartext reden

Donnerstag, 12.3.:Der Aktienkurs des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S trudelt in Tiefen, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Allein gestern ging es um 5 % bergab. Im Handelsverlauf wurde mit 6,63 Euro der tiefste Stand seit Mitte 2004 erreicht. Nur noch knapp 1,3 Mrd. Euro beträgt die Marktkapitalisierung des MDax-Unternehmens. Zur Zeit der Rohstoff-Hausse, als auch die Kali- und Salzpreise in die Höhe schossen, war die Bewertung über 13-mal so hoch. Grund für den Kursverfall sind zum einen immer wieder enttäuschte Hoffnungen auf eine Erholung der Düngerpreise. Zum anderen hat sich der Konzern durch den Bau des Kaliwerks Bethune in Kanada hoch verschuldet, was sich angesichts der Ergebnisentwicklung als große Hypothek erweist. Nach Ansicht einiger Analysten droht dem Unternehmen 2020 der Rutsch in die Verlustzone, wenn sich die Kalidüngerpreise nicht spürbar erholen.Das Management hatte, um seine Finanzziele nicht aufgeben zu müssen, im Dezember erklärt, es werde die Abspaltung bzw. der Teilverkauf von Unternehmensteilen erwogen, um die Schuldenlast zu mildern. Für die operative Einheit Nordamerika, also vor allem das Salzgeschäft rund um Morton Salt, liegen “alle Optionen auf dem Tisch”, wie es hieß. Favorisiert werde ein Teilverkauf oder Börsengang. Für die Sparte Europa+, zu der auch das Kaliwerk Bethune zählt, komme ebenfalls ein Teilverkauf in Betracht. Damals lag der Kurs noch bei knapp 11 Euro.Nach dem jüngsten Kurseinbruch haben die Spekulationen um eine bevorstehende Kapitalerhöhung wieder zugenommen. Wenn K+S am 12. März die Jahresbilanz vorlegt, muss der Vorstand auch zu diesem Thema Klartext reden. md