Nord/LB schreibt weiterhin rote Zahlen
Nord/LB schreibt weiterhin rote Zahlen
Dienstag, 24.3.:Die Sparkassen in Niedersachsen hätten sich gut vorstellen können, die infolge der langen Schifffahrtskrise in Not geratene und Ende vergangenen Jahres rekapitalisierte Nord/LB in Gespräche über eine Verbindung von Helaba und DekaBank einzubeziehen. Die für einen Rettungsbeitrag herangezogene Sparkassen-Finanzgruppe hatte jedoch für diese Idee keine Sympathie, wie der niedersächsische Sparkassenpräsident Thomas Mang unlängst berichtete. Inzwischen hat sich das Thema auch anderweitig erledigt: Die Pläne für eine solche Zweierkonstellation als möglichem ersten Schritt auf dem Weg zu einem Sparkassen-Zentralinstitut wurden – infolge der Coronavirus-Pandemie – bis auf Weiteres auf Eis gelegt. Die Nord/LB, an der die niedersächsischen Sparkassen nach der Kapitalstärkung von rund 3,6 Mrd. Euro noch mit knapp 10 % beteiligt sind, stellt sich nun auf einen mehrjährigen mühsamen Weg der Stabilisierung und Neuausrichtung ein. In der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2019, die am Dienstag aufgrund der Coronakrise via Telefon veranstaltet wird, wird die viertgrößte Landesbank erneut rote Zahlen zeigen. Nach einem 2018 verbuchten Rekordfehlbetrag von 2,35 Mrd. Euro, der vor allem auf einer sehr hohen Risikovorsorge basierte, dürften nun hohe Restrukturierungskosten das Institut tief in die Verlustzone gedrückt haben. Die Nord/LB hat sich bis 2024 einen drastischen Schrumpfkurs vorgenommen: Unter anderem soll die Mitarbeiterzahl halbiert werden.ste