Touristik

Reisekonzern Tui steht vor nächster Bewährungsprobe

Die hohe Inflation macht das Buchungsverhalten der Kunden schwer berechenbar. Für die laufende Wintersaison konnte Tui noch deutlich höhere Preise durchsetzen.

Reisekonzern Tui steht vor nächster Bewährungsprobe

hei

Mittwoch, 14.12.:

Noch hat Tui insbesondere die finanziellen Altlasten aus der Pandemiebewältigung bilanziell nicht voll verarbeitet, da kommt die nächste Bewährungsprobe auf den Reiseriesen zu. Allenthalben ist bei Branchenbeobachtern vom „Inflationsopfer Skiurlaub“ die Rede; denn angesichts deutlich gestiegener Lebenshaltungskosten tendieren die Konsumenten dazu, sich diesen eher teuren Urlaub zu sparen. Dies könnte Tui in der laufenden Wintersaison im Volumen treffen. Allerdings hat das Unternehmen bereits mitgeteilt, dass für die bereits bestehenden Buchungen noch erhebliche Preissteigerungen durchgesetzt werden konnten, bis zu einem Viertel über dem Vorkrisenwinter 2019. Für den nächsten Sommer muss sich noch herausstellen, ob die verfügbaren Einkommen der Verbraucher die Reiseschatullen beeinträchtigen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr per Ende September, über das die Tui am Mittwoch berichtet, geht der Vorstand von einem „signifikant positiven bereinigten Ebit“, also einem deutlichen Kontrastprogramm zu den beiden tiefrot geprägten Pandemiejahren aus. Dabei profitierte der Konzern von einem lebhaften Sommergeschäft, das bei den Buchungen 91% des Vorkrisenniveaus erreichte, bei durchschnittlich 18% höheren Preisen. Triebfeder waren dabei auch höherwertige Urlaubserlebnisse, die die Tui ausbauen will. Auf der großen Agenda erwarten die Aktionäre vom neuen Konzernchef Sebastian Ebel Neues zu Schuldenabbau, Bilanzstärkung und Transformation.

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