Rocket Internet ohne Feuer
Rocket Internet ohne Feuer
Donnerstag, 30.11.:Eigentlich ist die Start-up-Schmiede Rocket Internet auf einem guten Weg. Die Verluste ihrer größten Beteiligungen werden kleiner, die Umsätze wachsen und auch die Versprechungen des Managements, bis Ende des Jahres Firmen an die Börse zu bringen und bei zumindest drei Start-ups eine operative schwarze Null zeigen zu können, scheinen erreichbar – sind doch mit den Börsengängen des Essenslieferanten Delivery Hero sowie des Kochboxversenders Hellofresh Pflöcke gesetzt. Und doch dümpelt die Aktie, die im Umfeld des Alibaba-Börsengangs zu sagenhaften 42,50 Euro an den Markt kam, seit anderthalb Jahren lustlos bei etwa 20 Euro. Egal, was passiert. Oder auch nicht passiert. Und vielleicht ist genau das die Erklärung für die börsliche Tristesse. Anlegern fehlt jeglicher Elan des einstmals so dynamischen und lauten CEO Oliver Samwer, um den es still geworden ist. Von neuen Ideen war lange nichts mehr zu hören. Bei Vorlage von Zahlen – wie jetzt für das Sommerquartal – wird stets nur über die gleichen “Selected Companies” berichtet, als ob es gar keine anderen gäbe. Bei der Start-up-Schmiede scheint das Feuer erloschen zu sein, in dem Neues entsteht. Zeit für Samwer, auf dem Capital Markets Day in London ebenfalls am Donnerstag für neuen Schwung zu sorgen.ge