Analyse

Geldwäscheskandal hält Danske Bank im Griff

Die nach den ersten Geldwäschevorwürfen 2018 zum Inbegriff der Skandalbank avancierte Danske Bank müht sich, ihr Negativimage abzustreifen. Nachdem sie im vergangenen Jahr die Losung der „Better Bank“ ausgerufen hatte, ein Euphemismus für...

Geldwäscheskandal hält Danske Bank im Griff

Die nach den ersten Geldwäschevorwürfen 2018 zum Inbegriff der Skandalbank avancierte Danske Bank müht sich, ihr Negativimage abzustreifen. Nachdem sie im vergangenen Jahr die Losung der „Better Bank“ ausgerufen hatte, ein Euphemismus für Kostensenkungen, obliegt es dem vor kurzem angetretenen CEO Carsten Egeriis, die Aufräumarbeiten voranzutreiben. Er soll die Bank aus den Negativschlagzeilen bringen, die Folgen der Coronakrise einhegen und besagten Umbau in ein schlankeres, digitaleres, von vielerlei Kosten befreites Institut bis 2023 vollenden.

Analysten geben den Dänen mehrheitlich eine Chance. Ihr Urteil fällt verhalten positiv aus. Fast jeder zweite der 29 von Bloomberg befragten Analysten plädiert dafür zu kaufen, jeder Dritte, die Aktien zu halten, und nur fünf raten zum Verkauf. Aus dem Gröbsten raus ist Danske allerdings erst, wenn die US-Kontrolleure ihr Verdikt gesprochen haben. J.P. Morgan sieht die Equity Story der Danske von den laufenden Geldwäsche-Untersuchungen, unter anderem von US-Justizministerium und Börsenaufsicht SEC, überschattet. Eine mögliche US-Strafe hält sie aber wie die Deutsche Bank für tragbar, weil die harte Kernkapitalquote von zu Jahresbeginn 18,1% ganze 490 Basispunkte über der Mindestanforderung liege.

Mehr zur Danske Bank lesen Sie unserer Rubrik „Geld oder Brief“ in der Freitagsausgabe der Börsen-Zeitung.

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