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Redaktion

Attraktiven, innovativen Standort im Herzen Europas festigen und ausbauen - DekaBank hat ihre Rolle am Finanzplatz Frankfurt inne

Wenn wir über die DekaBank und ihr 100-jähriges Jubiläum sprechen, dann sprechen wir über ein Institut, das - wie zum Beispiel auch die Sparkassen und die Landesbank Hessen-Thüringen - ein festes Element des Finanzplatzes Frankfurt ist. Im Konzert der Unternehmen und Institutionen, die Hessens größte Stadt gemeinsam zu einem der weltweit führenden Zentren der Finanzwirtschaft machen, hat die DekaBank ihre Rolle. Dass sie seit 100 Jahren am Markt tätig ist, zeigt ihre Fähigkeit, dauerhaft erfolgreich zu agieren und sich wandelnde Rahmenbedingungen als Chance zu verstehen.

Auch unsere Zeit, gerade unsere Zeit, ist von grundlegenden Veränderungen geprägt. Nicht zuletzt die Finanzwirtschaft muss sich großen Herausforderungen stellen. Welche Herausforderungen stehen an? Was bedeuten sie für den Standort Frankfurt? Welchen Aufgaben stellt sich die Hessische Landesregierung?

Aktuell ist der Brexit zu nennen. Daneben ist die Digitalisierung ein weiteres Stichwort, das großgeschrieben werden sollte. Ein kurzer Rückblick und eine kurze Bestandsaufnahme zeigen, dass Frankfurt und Hessen insgesamt für die Zukunft gerüstet sind. Der Finanzplatz ist im Vergleich gut durch die zurückliegende Krise gekommen. Gegenwärtig sind rund 63 000 Menschen bei Banken tätig. Das sind nur 4 % weniger als vor der Krise - trotz Konsolidierungen, Digitalisierung und Trend zum Online-Banking. In Paris belief sich der Stellenrückgang dagegen auf etwa 7 %.

Basis für den Erfolg als Finanzplatz sind namentlich die starke Wirtschaft, die zentrale Lage Frankfurts und Hessens in Europa und die hervorragende Infrastruktur. Darauf lässt sich aufbauen, bei der Bewältigung des Brexit wie bei der fortschreitenden Digitalisierung.

Aus der Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, wird sich eine Neuordnung der europäischen Finanzarchitektur ergeben. Das ist eine Entwicklung, von der wir profitieren können und wollen. Durch den Brexit wird Frankfurt wichtigster Finanzplatz in Europa werden. Schon heute weist der Standort ein einzigartiges Netzwerk relevanter Marktteilnehmer der Finanzindustrie auf. Wir werben bei den Banken und Unternehmen, die wegen des Brexit einen neuen Standort in der EU benötigen, für Frankfurt und die Region Rhein-Main. Eine ganze Reihe von Banken haben bereits angekündigt, dass sie einen Standort in Frankfurt aufbauen oder einen schon vorhandenen erweitern werden. Wir sind sicher, dass wir hier weiter erfolgreich sein werden.

Mit Wandel Schritt halten

Die rasant fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Kundinnen und Kunden ändern. Traditionelle Zahlungsinstrumente wie Bargeld oder Bankkarte treten in zunehmenden Wettbewerb mit Online-Zahlverfahren und kontaktlosem Bezahlen. Die Kundinnen und Kunden erwarten, dass ihre Banken mit dem technologischen Wandel Schritt halten. Hier sind wohl höhere Anfangsinvestitionen in neue Produkte, Prozesse und Technologien wie in die Sicherheit nötig, aber diese Entwicklung eröffnet zugleich neue Möglichkeiten.

Die Hessische Landesregierung unternimmt ihrerseits viel, um den Standort zu stärken. So ist es in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, der Bundesbank und der Goethe-Universität gelungen, den Hauptsitz des Global Legal Entity Identifier System, die Zentrale eines wichtigen G 20-Projektes für die internationalen Finanzmärkte, in Frankfurt anzusiedeln. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, dass künftig jeder Teilnehmer am Finanzmarkt eine global einheitliche Kennziffer erhält und so Transparenz geschaffen wird.

Um die mit der Digitalisierung des Finanzsektors verbundenen Chancen noch besser zu nutzen, hat die Landesregierung gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft die Gründung des Fintech-Zentrums Frankfurt angestoßen. Neben der finanziellen Förderung von Start-ups und Ausgründungen sowie der Förderung von Forschung und Kooperation zwischen Hochschulen an der Schnittstelle von IT und Finanzen wollen wir mit dem Tech-Quartier ein nachhaltig erfolgreiches Fintech-System kreieren, das weitere Neugründungen begünstigt und auch für inzwischen etablierte Fintechs langfristig attraktiv ist. Die große Nachfrage nach Mietflächen im Tech-Quartier führt dazu, dass wir an einer Erweiterung der Kapazitäten arbeiten.

Fintech-Zentrum

Die Rhein-Main-Region hat sich innerhalb kurzer Zeit als eines von zwei deutschen Fintech-Zentren etabliert und ist das am schnellsten wachsende Fintech-Zentrum Deutschlands. Forschungsstarke Hochschulen, innovative Firmen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie als größter Technologiebranche Hessens und Europas führender IKT-Region sowie leistungsstarke Internetanbindungen mit dem größten weltweiten Internetknoten bieten beste Voraussetzungen für die Umsetzung technologischer Innovationen im Finanzsektor.

Weltoffen und dynamisch

Die Goethe-Universität verfügt insbesondere mit dem "House of Finance" über herausragende Lehr- und Forschungskompetenz in diesem Bereich. Das "Digital Innovation & Fintech"-Programm der Frankfurt School of Finance and Management gehört zu den namhaften fachspezifischen Studienangeboten am deutschen Finanzplatz. Die TU Darmstadt ist mit ihrem internationalen Renommee auf dem Gebiet der IT, ihren besonderen Stärken in der IT-Sicherheit und dem größten europäischen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheitsforschung, dem "Center for Research in Security and Privacy" (CRISP), ein idealer Partner für Fintech-Aktivitäten. Diese Kombination eines großen Finanzclusters mit einer exzellenten Forschungs- und IT-Infrastruktur eröffnet enorme Potenziale für die Umsetzung digitaler Finanzinnovationen.

Frankfurt am Main und die Rhein-Main-Region vereinen Weltoffenheit, Internationalität, wirtschaftliche Dynamik, Innovation, Stabilität und Lebensqualität. Die Veränderungen in Europa und die Chancen, die die Digitalisierung des Finanzsektors mit sich bringt, wollen wir nutzen, unseren attraktiven und innovativen Finanzstandort im Herzen Europas zu festigen und auszubauen.

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Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident

Börsen-Zeitung, 01.02.2018, Autor Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident, Nummer 22, Seite B 2, 788 Wörter

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