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Redaktion


Vorschau (19:01)

In Frankreich wächst offenbar die Furcht, selbst in den Strudel der Euro-Krise zu geraten: Das Staatsdefizit lag im vergangenen Jahr bei satten 5,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), womit die Defizitquote 130 Basispunkte über der Italiens lag. Laut IWF-Prognose wird Paris sogar bis 2016 ein höheres Defizit ausweisen als Rom. Französische Banken sollen stark in den Mittelmeerländern engagiert sein, sei es über Staatsbonds in ihren Büchern, Bankbeteiligungen oder eigene Töchter. Kein Wunder, dass die Finanzelite gemeinsam mit der sozialistischen Führung des Landes nach der Europäischen Zentralbank (EZB) ruft. Die Währungshüter sollen am Markt für Staatsanleihen intervenieren und am besten großvolumig Papiere von Euro-Krisenländern (bald auch von Frankreich?) kaufen. Das würde die Refinanzierung dieser Länder erleichtern und die Banken, die entsprechende Papiere in ihren Büchern haben, entlasten. Ob es dabei zu Inflation kommt, ob durch solch eine Politik immer mehr Lasten auf den Steuerzahler abgewälzt werden – wen interessiert’s? Bundesbankpräsident Jens Weidmann – der einzige Gegner einer solchen Politik im EZB-Rat – solle sich mal nicht so zieren. Schließlich, so argumentieren jetzt die Volkswirte der Großbank BNP Paribas in einer Studie, habe die Bundesbank in den 1970er Jahren selbst so gehandelt. Doch die Bankökonomen übersehen dabei eine Kleinigkeit: Die Bundesbank hat nicht versucht, mittels Anleihekäufe die Finanzierungskosten des Staates zu senken. Sie hat – wenn überhaupt – die sichersten und liquidesten Assets am Markt gekauft, und nicht, wie jetzt von Bankern und Sozialisten gefordert, Wertpapiere, die am Markt ob zu Recht oder Unrecht als unsicher und illiquide gelten.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 9.8.2012: Bericht von Stephan Balling auf Seite 6

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=16029&titel=Anleihekaeufe-von-EZB-heute-und-Bundesbank-frueher-nicht-vergleichbar
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