Redaktion


Vorschau (19:20)

Europa braucht eine Grundsatzdebatte über seine Gemeinschaftswährung. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt, um über die Vision Euro politisch zu beraten? In den Krisenländern Irland und Portugal ist die Lage so stabil, dass beide Länder erfolgreich den Kapitalmarkt testen konnten. Die Spreads bei der Verzinsung von Staatsanleihen aus Italien und Spanien sind zusammengeschmolzen. In Zypern laufen die Aufräumarbeiten geräuschlos. Griechenland bleibt ein Sorgenkind, doch gerade ohne Hiobsbotschaften, die die Krisenmanager auf den Plan rufen. Die Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts rücken prinzipielle Fragen in den Fokus. Deutschland steckt mitten im Wahlkampf – beste Basis für die Parteien, um sich zu positionieren. Eine theoretische Grundsatzdebatte, die mancher herbeisehnt, wird indes Wunschdenken bleiben. Die Krisenbewältigung ist eine Operation am offenen Herzen. Der Kreislauf ist nicht zwischendurch mal schnell abzustellen, zum Nachdenken und Beraten, um dann die Reanimation zu starten. Ob kurzfristig Rettungsaktionen oder die langfristige neue Austarierung der Balance zwischen europäischen und nationalen Institutionen, alles muss im laufenden Betrieb erfolgen. Der Euro ist da und bleibt es auch, zumindest wenn es nach den allermeisten hierzulande geht.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 12.6.2013: Leitartikel von Angela Wefers auf Seite 8

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=17908&titel=Leitartikel-zur-Euro-Debatte-im-Wahlkampf:-Euro-Vision
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook


Termine des Tages
Freitag, 06.12.2019

Ergebnisse
Carl Zeiss Meditec: Jahreszahlen
Dr. Hönle: Jahreszahlen


 


























21

0.988456 s