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Redaktion


Vorschau (19:13)

In der Eurokrise muss sich die EU seit langem damit rumschlagen, dass Deutschland konsequent die Rolle des unbequemen Mahners übernimmt. Nun steuern die nationalen Behörden hierzulande auch in der Telekommunikation einen Konfrontationskurs zur EU. Den deutschen Kartellwächtern ist der seit einiger Zeit erkennbare Sinneswandel der Kommission, anstelle eines intensiven Wettbewerbs künftig die Konsolidierung in der Branche zu befürworten, ein Dorn im Auge. Nachdem das Bundeskartellamt mit der Bitte, die anstehende Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland selbst prüfen zu dürfen, in Brüssel abgeblitzt ist, springt den Bonnern die Monopolkommission zur Seite und warnt vor einer „industriepolitischen Neuausrichtung“ der Telekommunikationspolitik. Während die EU zunehmend die Sorge vor einer anhaltenden Schwächung dieses für alle Volkswirtschaften kritischen Sektors umtreibt, sorgt sich die Monopolkommission primär um steigende Preise infolge von Zusammenschlüssen und pocht auf ordnungspolitische Grundsätze. Indes sind vermutlich beide Sorgen berechtigt. Es mag dahin gestellt bleiben, inwiefern konkurrierende Wirtschaftsmächte wie die USA tatsächlich eine aktive Industriepolitik betreiben, um Schlüsselindustrien wie die Telekommunikation zu stärken. Tatsächlich füllt die dort erreichte Konsolidierung in den USA bisher vor allem die Taschen der Unternehmen – die höhere Preise durchsetzen als im intensiveren Wettbewerb –, ohne besonders nachweisbare Wohlstandswirkungen für die Verbraucher.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 17.12.2013: Kommentar von Heidi Rohde auf Seite 1
sowie Berichterstattung von Wolfgang Koch auf den Seiten 1 und 7

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=19122&titel=Kommentar-zur-Telekommunikationspolitik:-Deutsche-Gralshueter
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