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Redaktion


Vorschau (18:32)

Wie er es mit der Religion habe, will Gretchen in Goethes Faust von der Hauptfigur wissen. Eine unangenehme Frage, doch der selbstzweiflerische Gelehrte, der in eine unheilvolle Allianz mit dem Teufel verstrickt ist, kann sie sich nicht aussuchen. Für Vorstände von börsennotierten Unternehmen, die sich in der aktuellen Berichtssaison in Telefonkonferenzen den Fragen des Kapitalmarkts stellen, liegt der Fall anders. Sie können sich zwar nicht die Frage, aber das Gretchen aussuchen. Lauren Cohen, Dong Lou und Christopher Malloy, die an der Harvard Business School und an der London School of Economics forschen, haben in einer Forschungsarbeit (Playing Favorites: How Firms Prevent the Revelation of Bad News) festgestellt, dass Unternehmen in den USA von dieser Möglichkeit tatsächlich Gebrauch machen und so zumindest kurzfristig die Entwicklung des Aktienkurses beeinflussen. Eine Praxis, die in den Investor Relations-Abteilungen von deutschen Konzernen nicht zu beobachten ist, sagen Experten. „Ich glaube, dass das in Deutschland nicht gemacht wird und weiß, dass es bei den von uns beratenen Unternehmen nicht passiert“, sagt IR-Profi Harald Kinzler von der Strategieberatung Hering Schuppener. „Es soll vorkommen, dass Unternehmen eher das Gespräch mit Analysten suchen, die dem Unternehmen positiv, oder weniger skeptisch gegenüberstehen“, sagt Ralf Frank, Geschäftsführer der Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management. Das sei dann aber meist einem verhaltensökonomisch erklärbaren „Bias“ zuzuschreiben und nicht einer bewussten Manipulation, wie sie von den drei Forschern behauptet wird.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 13.2.2014: Analyse „Im Blickfeld“ von Stefan Paravicini auf Seite 8

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=19451&titel=Analyse-„Im-Blickfeld“:-Gretchenfragen-in-der-Berichtssaison
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