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Redaktion

75-jähriger Jubilar behauptet sich erfolgreich mit maßgeschneiderten Lösungen für Unternehmen und Verbände der Sparkassen-Finanzgruppe

Ob Einheits-Sparkassenbuch, Eurocheque oder elektronische Signatur: Seit 75 Jahren ist der Deutsche Sparkassenverlag (DSV) federführend bei der Entwicklung innovativer Lösungen für die Institute und Verbände der Sparkassen-Finanzgruppe. Den Grundstein für die heutige DSV-Gruppe legte 1923 die Deutsche Girozentrale mit der Errichtung einer zentralen Vordruckstelle. Neun Jahre später übernimmt diese der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Die gesamten verlegerischen Tätigkeiten fasst der DSGV in seiner Abteilung "Deutscher Sparkassenverlag" zusammen. Aus dieser entsteht am 1. April 1935 das Unternehmen Deutscher Sparkassenverlag als GmbH mit Sitz in Berlin, Friedrichsgracht 42 - 45. Zu den Aufgaben des jungen Unternehmens zählt die Vereinheitlichung von Überweisungsvordrucken und Schecks, sodass diese maschinell bearbeitet werden können. 1938 wird das Sparkassen-S, ein zur Sparbüchse stilisiertes S mit aufgesetzter Kreisform, als Firmenzeichen des Verlags gestaltet. Als erster "Markenartikel" des DSV erscheint im gleichen Jahr das Einheits-Sparkassenbuch.

Neuanfang in Stuttgart

Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert der im Ostsektor Berlins ansässige DSV den Kontakt zu den Sparkassen in Westdeutschland. Um die Betreuung dieser Institute wieder sicherzustellen, gründen regionale Sparkassen- und Giroverbände 1946 die Sparkassen-Vordruck und Werbedienst GmbH in Stuttgart. Am 19. Mai 1949 findet die Gesellschafterversammlung zur Umwandlung in die Sparkassenverlag GmbH statt. Im selben Jahr bezieht das Unternehmen seinen neuen Standort Kernerstraße 52 im Stuttgarter Osten. Dort startet der DSV dynamisch: So wächst das Vordruckangebot rasch auf rund 700 Artikel. Als erste große Fachpublikation nach dem Krieg erscheint "Die Praxis des Kreditgeschäfts". Außerdem bietet das Haus den Sparkassen ein monatliches Werbeplakat-Abonnement an. Die 97 DSV-Mitarbeiter erwirtschaften im ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Krieg einen Umsatz von 6,2 Mill. Mark.

Der DSV verlegt 1953 das zwölfteilige Werk "Grundriss für die Sparkassenarbeit" und richtet die erste zentrale Werbetagung in Stuttgart aus. Bis heute treffen sich zur Fachtagung für Marketing-Kommunikation in Stuttgart jährlich Marketing-Experten aus der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe. Ein Jahr später kehrt das Unternehmen zu seiner ursprünglichen Firmierung "Deutscher Sparkassenverlag GmbH" zurück. 1955 gibt der DSV die ersten DM-Reiseschecks für das Inland an die Sparkassen aus. Vier Jahre danach erscheint der "Ratgeber für die Einkommensteuer".

Der Unternehmenssitz in der Stuttgarter Kernerstraße platzt bald aus allen Nähten. 1962 baut der DSV daher einen neuen, zweiten Standort auf, den heutigen Hauptsitz der DSV-Gruppe in Stuttgart-Vaihingen, Am Wallgraben 115. Im selben Jahr kommt der Satz "Wenn's um Geld geht - Sparkasse" auf einem Werbemittel des Verlags erstmals zum Einsatz. 1963 wird er zum Slogan der Gemeinsamen Sparkassenwerbung (GSW), den 1966 schon 55 % des repräsentativen Bevölkerungsquerschnitts kennen. Bereits 1964 etabliert sich die bis dato sporadisch betriebene Fernsehwerbung als regelmäßiger Bestandteil der GSW. Im selben Jahr entwickelt der DSV den neuen Sparkassenscheck nach den Richtlinien der Deutschen Bundesbank.

Der unter der Mitarbeit des DSV entwickelte Eurocheque (bis 2004) wird erstmals am 1. Mai 1969 im Rahmen eines einheitlichen Eurocheque-Systems ausgestellt. Lange Zeit besteht die zugehörige EC-Karte aus Karton, später dann aus Plastik. Anfang der achtziger Jahre erhalten die Karten einen Magnetstreifen. Mit der Übernahme der AM-Werbegesellschaft Köln verfügt der DSV 1969 über sein erstes Tochterunternehmen, das heute als AM Communications am Markt auftritt.

Der DSV und die Deutsche Sparkassenakademie entwickeln 1972 das "av-training", ein audiovisuelles Lernmaterial für Bankkaufleute. Im gleichen Jahr hat die Werbegeschenk-Verkaufsbörse Premiere, die bis heute als bundesweite Messe jährlich die neuesten Werbegeschenk-Angebote für Sparkassen präsentiert. Ebenfalls 1972 gestaltet Otl Aicher, einer der Wegbereiter des Corporate Design in Deutschland, im Auftrag des DSV das einheitliche Sparkassen-Erscheinungsbild, das mit seinen Gestaltungseckpunkten Sparkassen-S (welches von Aicher eine gestalterische Modernisierung erfährt), HKS-13-Rot und Helvetica-Grundschrift noch heute prägend für die Sparkassen-Finanzgruppe ist. Zwei Jahre später gibt der DSV erstmals die Kinderzeitschrift "Knax" heraus, die heute mit einer Auflage von rund 800 000 Exemplaren das auflagenstärkste Comic-Magazin Deutschlands ist.

1983 startet "Planspiel Börse"

Der DSV fungiert ab 1980 als Evidenzzentrale der Sparkassen-Finanzgruppe für die Poolschlüssel in der neuen institutsübergreifenden Geldausgabeautomation. 1983 startet das "Planspiel Börse" der Sparkassen mit rund 5 000 Schülergruppen (2009: mehr als 45 500 Teams).

Mit der Deutschen Sparkassen Datendienste GmbH ruft der DSV 1987 ein weiteres Tochterunternehmen ins Leben, das sich mit seinem branchenspezifischen Know-how als leistungsfähiger Partner für die Unternehmen und Verbände der Sparkassen-Finanzgruppe qualifiziert. Im Februar 1989 übernimmt der Deutsche Sparkassenverlag die Zuständigkeit für die Bearbeitung der Bestellanträge zur Eurocard, einem Vorläufer der heutigen MasterCard-Kreditkarte. Das verschafft dem DSV in jenem Jahr bis zu 20 000 solcher Arbeitsvorgänge pro Woche. Ein Jahr später kommt es nach der deutschen Wiedervereinigung zur Integration der Ostsparkassen in die Sparkassen-Finanzgruppe. Mit der Umstellung auf Weststandards wird insbesondere das Ressort Vordrucke vor große Herausforderungen gestellt.

1995 gründet der DSV zusammen mit Giesecke & Devrient das Gemeinschaftsunternehmen EPC Electronic Payment Cards, heute - gemessen an der Herstellungsmenge - größter deutscher Produzent von Chipkarten des Zahlungsverkehrs. Ein Jahr später werden die EC-Karte mit Chip und die GeldKarte eingeführt. 1997 geht die DSV-Tochter S-Card Servicegesellschaft für Kartenanwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe an den Start; noch im selben Jahr folgt der Erwerb einer Beteiligung an der B + S Card Service, einem führenden Dienstleister für Kartenzahlungen.

Unter der Marke S-Trust baut der DSV ein Trustcenter für die elektronische Signatur auf. Die neue Kartengeneration der SparkassenCard mit Chip (ab 2004) wird vom DSV für diese Technologie vorbereitet, welche es dem Karteninhaber ermöglicht, elektronische Dokumente mit seiner SparkassenCard rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Eine Ehrung erfährt der DSV im Jahr 2005: Die Unesco-Kommission zeichnet den vom DSV betreuten Sparkassen-SchulService aus und erkennt ihn als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" an.

2001 geht die DSV Logistik als neues DSV-Tochterunternehmen an den Start. Fünf Jahre später übernimmt der DSV die Mehrheitsbeteiligung (79,64 %) an der SEG Sparkassen-Einkaufsgesellschaft. 2008 schließlich gründen der DSV (50 %) und die Örag Service (50 %) gemeinsam die MehrWert Servicegesellschaft, welche den Sparkassen Dienstleistungen rund um Kundenbindungs- und Loyalitätsprogramme aus einer Hand anbietet.

Ganz vorne dabei

Die DSV-Gruppe, die sich aus dem Deutschen Sparkassenverlag sowie seinen Tochter- und Beteiligungsunternehmen zusammensetzt, zählt im Jubiläumsjahr 2010 - gemessen am Umsatzvolumen von gut 790 Mill. Euro - zu den größten Medienhäusern in Deutschland. Unverändert bleibt es ihr Ziel, den Unternehmen und Verbänden der Sparkassen-Finanzgruppe maßgeschneiderte Lösungen zu bieten und das diesbezügliche Leistungsspektrum kontinuierlich weiter auszubauen. Auch für die kommenden Jahre stehen die Zeichen bei der DSV-Gruppe daher auf Wachstum.

Börsen-Zeitung, 24.04.2010, Autor Bernd Kobarg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag), Nummer 78, Seite B 8, 1005 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2010078322&titel=Zeichen-stehen-beim-DSV-weiterhin-auf-Wachstum
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