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Redaktion

Gutes wollen - und bewirken! - Wahl der richtigen Partner ist entscheidend
Unternehmerische Verantwortung schließt bei vielen Unternehmen seit Jahrzehnten auch gesellschaftliches Engagement in Form von Spenden oder anderer Unterstützung von gemeinnützigen Projekten ein.

Laut PricewaterhouseCoopers (PwC) fördern mehr als acht von zehn Unternehmen dabei Aktivitäten, die in keinem Bezug zu ihrer Geschäftstätigkeit stehen. Bei 80% ist das Engagement für Nachhaltigkeit das dominierende Motiv, für 75% geht es um Imagegewinn. Über die Hälfte der Unternehmen verspricht sich eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber. Jeder vierte Befragte verweist zudem auf den gesellschaftlichen und politischen Druck als Spendenmotivation. Es gibt also viele Gründe für gesellschaftliches Engagement von Unternehmen.

Umso erstaunlicher ist es, dass laut PwC nur jedes vierte Unternehmen eine regelmäßige Kosten-Nutzen-Analyse seines gesellschaftlichen Engagements durchführt, 40% sich sogar nie mit der Wirkung ihrer sozialen Initiativen auseinandersetzen. Dieses liegt sicherlich auch darin begründet, dass die Messung der gesellschaftlichen Wirkung solcher Maßnahmen besonders schwierig ist und klassische Instrumente der Unternehmensführung hierfür weniger geeignet erscheinen.

Impulse für eine Wirkungsanalyse kommen von einer wachsenden Gruppe von Investoren (Impact Investoren), die ihr Geld in soziale Projekte bzw. Unternehmen investieren, um damit nachhaltig gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken und dabei gleichzeitig eine Rendite zu erwirtschaften. Neben der Effektivität und Messbarkeit des Mitteleinsatzes ist für sie zunehmend die erzielte Wirkung ihres Engagements entscheidend.

Bisher galt hierfür als Maßstab, wie viel von jedem Spenden-Euro tatsächlich im Projekt ankommt. Auch wenn hierdurch erste Anhaltspunkte für die Effizienz geliefert werden, ist es viel entscheidender, ob die Projekte nachhaltig wirken. Bei der Analyse der beabsichtigten gesellschaftlichen Veränderungen kann man neben den reinen Spenden (Input) zwischen der erbrachten Leistung der Organisation (Output), der Wirkung auf die Zielgruppe (Outcome) sowie der auf gesamtgesellschaftlicher Ebene erzielten Wirkung (Impact) unterscheiden.

Mit dem Social Reporting Standard existiert hierfür seit 2009 ein sehr anschauliches Instrument zur Messung und Berichterstattung der gesellschaftlichen Veränderungen. Er schafft die notwendige Transparenz, die auch für Unternehmen und Stiftungen als wertvolle Argumentations- und Steuerungshilfe dienen kann, um ihr gesellschaftliches Engagement nachvollziehbarer zu begründen.

Für fast alle gesellschaftlichen Anliegen gibt es profilierte Projektpartner, in der Regel gemeinnützige Organisationen, die sich für Kooperationen mit Unternehmen eignen. Allerdings fällt die Auswahl schwer, da der Markt sehr unübersichtlich und stark fragmentiert ist. So gibt es allein im deutschen Non-Profit-Sektor mehrere hunderttausend Organisationen.

Die Wahl des richtigen Partners sollte an zwei Faktoren festgemacht werden: Hat der Partner einen guten Ruf und können sich die Mitarbeiter und Kunden mit diesem Projektpartner identifizieren? Das unternehmerische Engagement zeigt aber nur dann die optimale Wirkung, wenn der Partner in seinem Projekt effekitv ist. Damit das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens nicht als reine Imagekampagne missverstanden wird, sollten diese Aktivitäten auf eine nachhaltige Veränderung zielen und - im Sinne von Corporate Social Responsibility - in die Unternehmensstrategie eingebunden werden.

Andreas Schiemenz

Abteilungsdirektor Philanthropie, Stiftungen und Gemeinnützigkeit bei der HSH Nordbank AG

Börsen-Zeitung, 29.11.2012, Autor Andreas Schiemenz, Abteilungsdirektor Philanthropie, Stiftungen und Gemeinnützigkeit bei der HSH Nordbank AG, Nummer 231, Seite B 18, 446 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2012231807&titel=Gesellschaftliches-Engagement-unternehmerisch-gestalten
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