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Redaktion

Es lohnt sich, dort aktiv zu sein, wo man zu den Besten zählt und den Kunden Mehrwerte bieten kann

Wenn ein Unternehmen seit mehr als vier Jahrhunderten besteht, dann hängt das womöglich mit einer hanseatisch geprägten Unternehmensphilosophie zusammen, die Tugenden wie Vernunft, Weitblick, Respekt und Wissen in den Mittelpunkt ihres Handels stellt. Prinzipien, mit denen die Hamburger Privatbankiers heute wie damals nicht nur im heimischen Markt erfolgreich sind, sondern weltweit.

Älteste Privatbank

Berenberg ist die älteste Privatbank Deutschlands und eine der ältesten Banken der Welt. Firma und Familie sind so eng wie nur wenige andere mit der Geschichte der Stadt Hamburg verbunden. Im Jahre 1590 kamen Hans und Paul Berenberg aus Antwerpen nach Hamburg und ließen sich hier als Handelsfirma nieder. Hamburg pflegte als Handels- und Seefahrtstadt schon früh internationale Handelsbeziehungen. Zunächst war das Unternehmen im Tuchhandel tätig, später übernahmen die Kaufleute in Ermangelung eines funktionierenden Bankensystems bald selbst die Finanzierung der Warengeschäfte. Sie gewährten ihren Kunden Kredite und bevorschussten die Sendungen ihrer Lieferanten. Das war der Beginn der Aktivitäten als Kreditinstitut.

Um 1660 mehrte Cornelius Berenberg bereits in dritter Generation sein im Handel erworbenes Vermögen und betätigte sich zunehmend als Bankier. Sein Traditionsbewusstsein mischte sich mit hanseatischem Bürgersinn. Cornelius war der Erste, der sich ganz als Hamburger fühlte. Für ihn begann die Familiengeschichte mit der Firmengründung 1590. Er wollte sein hanseatisches Bewusstsein auch nach außen hin dokumentieren: Am 20. Juni 1684 leistete er als erster Berenberg den hamburgischen Bürgereid. Fortan konnten seine Nachfahren auch in öffentlichen Ämtern aktiv werden. Das Ansehen der Berenbergs in Hamburg wuchs. Cornelius' Sohn Rudolph wurde 1735 in den Rat der Stadt gewählt, später stellte die Familie auch Senatoren.

Unter Johann Hinrich Gossler, der 1768 in die Familie Berenberg eingeheiratet hatte, begann eine neue Ära in der Geschichte des Unternehmens. Die Geschäftstätigkeit wurde erheblich erweitert, es wurden Tochtergesellschaften in Boston und New York gegründet und der Bankbereich verdrängte immer mehr den Warenhandel - aus den Kaufleuten wurden Merchant Bankers.

Auch für den für Hamburg wichtigen Zollanschluss setzten sich die Berenbergs gegen den Widerstand der Hamburgischen Kaufmannschaft ein. 1889 verlieh Reichskanzler Bismarck John Berenberg-Gossler den erblichen preußischen Adel. Gegen die Bezeichnung "in den Adel erhoben" wehrte man sich in Hamburg allerdings nachdrücklich: "Ein Hamburger Kaufmann kann überhaupt nicht erhoben werden", sagte Bürgermeister Burchard.

Weltweit hoch angesehen

Die Internationalität der Stadt Hamburg bzw. ihrer Handelsfirmen, Reedereien und Banken erstreckte sich von Südamerika, Skandinavien, Europa bis nach Asien. Nicht zuletzt aufgrund dieser engen internationalen Verflechtungen waren unser Bankhaus und die Familie als Gründungsgesellschafter bei zahlreichen Banken, Reedereien und Versicherungen involviert - wie etwa bei skandinavischen Banken oder der Hongkong and Shanghai Banking Corporation HSBC, aber auch bei Unternehmen wie der Hapag und dem Norddeutschen Lloyd.

Heute ist Berenberg eine der führenden Privatbanken Europas. Gerade in den vergangenen, von Turbulenzen an den Kapitalmärkten gekennzeichneten Jahren ist die Bank gewachsen, das verwaltete Vermögen erhöhte sich von Anfang 2008 bis Ende 2012 um fast 40% auf 28 Mrd. Euro. Über 1100 Mitarbeiter sind heute in der Beratung von vermögenden Privatkunden, Unternehmen und institutionellen Anlegern, der Analyse und der Administration beschäftigt. Neben unserem Hauptsitz in Hamburg haben wir eine starke Präsenz in den Finanzzentren London (150 Mitarbeiter), Zürich (80) und Frankfurt (60) aufgebaut. Mit 17 Standorten in Europa, Amerika und Asien sind wir gut aufgestellt. Hanseatisches Denken sowie der Erfolgswille, das Verantwortungsbewusstsein und der Teamgeist unserer Mitarbeiter prägen unser Unternehmen. Und es ist weltweit hoch angesehen - sei es beim schwäbischen Mittelständler oder beim amerikanischen Fondsmanager in New York.

Konservative Ausrichtung

Unserer konservativen Geschäftsausrichtung mit der Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft bleiben wir nach wie vor treu. Das Vertrauen, das wir bei den Kunden genießen, ist Ausdruck unseres hohen Verantwortungs- und Pflichtgefühls. Während viele Privatbanken inzwischen zu internationalen Finanzkonzernen gehören, wird Berenberg auch heute noch von persönlich haftenden Gesellschaftern geführt, die zusammen mit der Familie von Berenberg die größten Anteilseigner sind. Das sorgt für einen konservativen Blick auf Risiken. Die Kunden wissen es zu schätzen, dass eine Privatbank wie die unsrige nicht von angestellten Managern, sondern von Unternehmern geführt wird. Sie stehen für eine hohe Kontinuität in der Unternehmensführung. So hat es in der über 420-jährigen Geschichte ganze 38 persönlich haftende Gesellschafter gegeben. Wie schon vor 100 Jahren agieren die Privatbankiers auch heute als Berater. Wichtig ist neben der unverzichtbaren Kompetenz, die die Grundlage einer Geschäftsverbindung bildet, auch das persönliche Engagement. Geschätzt werden neben der privaten Atmosphäre und besonderen Verschwiegenheit insbesondere die persönliche Betreuung und die Unabhängigkeit von Konzerninteressen. Der Aufbau von Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Transparenz ist dabei eine grundlegende Basis für den Erhalt von langfristigen Kundenbeziehungen. Nur wer die persönliche und geschäftliche Situation des Kunden, sein Umfeld und seine Zukunftspläne kennt, wer dem Kunden zuhört und seine individuellen Bedürfnisse in die Gesamtplanung miteinbezieht, kann aus der Fülle der Möglichkeiten ein maßgeschneidertes Konzept entstehen lassen.

Der Kunde muss von seiner Bank eine umfassende, individuelle und neutrale Beratung erwarten können. Die Bank muss Problemlöser und Dienstleister für den Kunden sein. Wenn sie im Endeffekt nur als Verkäufer eigener Fonds und Produkte agiert, wird sie dem Anspruch des Kunden nicht gerecht.

70-köpfiges Researchteam

Heute sind die Privatbankiers auch an den Kapitalmärkten, bei Börsengängen und bei Unternehmenstransaktionen gefragte Akteure. Das in London ansässige 70-köpfige Aktien-Researchteam von Berenberg ist eines der größten seiner Art und analysiert fast 500 europäische Unternehmen. Das bedeutet eine Erweiterung des Dienstleistungsangebotes für die Kunden - immer getreu der hanseatischen Maxime, dass es sich lohnt, sich dort zu engagieren, wo man zu den Besten gehört und seinen Kunden Mehrwerte bieten kann.

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Von Hans-Walter Peters Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg

Börsen-Zeitung, 25.05.2013, Autor Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg, Nummer 98, Seite B 3, 894 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2013098806&titel=Hanseatische-Tugenden-sind-in-der-Welt-gefragt
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