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Redaktion

CORPORATE FINANCE SUMMIT 2013
Deutsche Euroshop über ihre Erfahrungen mit der Emission - CEO Böge attackiert Prospektpflicht

po Frankfurt - Die Deutsche Euroshop, die an 20 Shoppingcentern in Deutschland und dem benachbarten Ausland beteiligt ist, hat im November erstmals eine Wandelanleihe parallel zu einer Kapitalerhöhung aufgelegt. Da sich der MDax-Wert regelmäßig auf zehn Jahre finanziere, sei eine Anleihe aufgrund der zuletzt attraktiven Konditionen zwar immer ein Thema gewesen.

Aber erst mit dem Erwerb des 20. Objektes in Hamburg zu 187 Mill. Euro habe man sich zur Emission einer Wandelanleihe in Kombination mit einer Kapitalerhöhung über zusammen 168 Mill. Euro entschlossen, sagte Claus-Matthias Böge, Vorstandschef des Unternehmens, auf dem Corporate Finance Summit 2013 in Frankfurt.

Risiko gering

Üblicherweise mische man in der Finanzierung Eigenkapital und Fremdkapital halbe-halbe. Wegen der bei Wandelanleihen üblichen Mindestsumme von 100 Mill. Euro habe Euroshop Abstriche von der gewohnten Relation akzeptiert und auch mit fünf Jahren eine kürzere Laufzeit hingenommen. Das neue Objekt gehe damit aber ohne neue Belastungen an den Start, zudem sei bei einem Wandlungspreis oberhalb des aktuellen Kurses das "Wandlungsrisiko gering". Auf Nachfrage sagte Böge, "wir wünschen uns natürlich eine Wandlung - aber nicht so schnell". Wichtig für Euroshop sei gewesen, die Finanzierung des 20. Objektes zeitnah und prospektfrei, ohne ein externes Rating und einschränkende Auflagen gestalten zu können.

Nischenprodukt

Das am 14. November 2012 platzierte Wandelanleihe-Volumen drückte den Aktienkurs kurzzeitig (siehe Grafik) und stellt einen theoretischen Eigenkapitalanteil von 7,1 % bei Emission dar.

Böge zeigte sich insgesamt mit der kombinierten Transaktion zufrieden, würde einen Wandler aber nicht noch einmal zusammen mit einer Kapitalerhöhung bringen. Die Investoren für Wandler und Aktien unterschieden sich doch sehr. Convertibles würden tagsüber untergebracht, bei Aktienausgaben über Bookbuilding-Prozesse laufe es meist über Nacht. Für Euroshop dürfte aber der Wandler eine begrenzte Rolle behalten, denn Böge will keine übergroßen Blockfälligkeiten aufbauen, wenn nicht gewandelt, sondern zurückgezahlt werden muss.

Yasmin Moschitz, Senior-Equity-Analystin der Commerzbank, stellte aus Sicht der Analysten in der Paneldiskussion klar, "der Convertible ist und bleibt ein Nischenprodukt". Er sei vor allem für Emittenten mit schwachem Aktienkurs interessant. In der Grundsatzfrage, ob ein Wandler mehr als Eigenkapital oder als Credit anzusehen sei, positioniert sich Patrick Kohlmann, Head of Credit Research der Commerzbank, klar: "Credit."

In der Bilanzierung gebe es im Grunde keine besonderen Probleme, meinte Guido Fladt, bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Leiter der Grundsatzabteilung. Schwieriger werde es allerdings, wenn die Emission mit verschiedenen Bedingungen wie einer Change-of-Control-Klausel garniert werde.

Kaum Erleichterung

Seit vergangenem Jahr ist in Deutschland wie in anderen Ländern die prospektfreie Kapitalerhöhung, die ausschließlich mit Altaktionären gestaltet wird, nicht mehr möglich. Böge hält das für "einen Unsinn". Niemand zwinge einen Aktionär oder Investor dazu, zu zeichnen. "Den Prospekt liest keiner, außer der Wettbewerber." Benedikt Gillessen von White & Case kann Böge verstehen, wies aber darauf hin, dass sich in dem Emissionsmarkt eben nicht nur seriöse Unternehmen bewegten. Aber auch der "verkürzte Prospekt" bringe im Vergleich zur früheren Regelung keine wesentlichen Erleichterungen.

Börsen-Zeitung, 28.06.2013, Autor Peter Olsen, Frankfurt, Nummer 121, Seite 11, 466 Wörter

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