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Redaktion

WERTBERICHTIGT

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen kann es nicht lassen, den Mitgründer der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, in die Nazi-Ecke zu stellen. So am Montagabend erneut Frank Plasberg. Den willkommenen Anlass bot diesmal die von Lucke am Wahlabend konstatierte "Entartung" von Demokratie und Parlamentarismus. Die Börsen-Zeitung zum Beispiel schrieb schon vor vielen Jahren über eine "Reformschwäche des Landes, die bisweilen zu einer regelrechten Reformaversion entartet", über den Sitz der EU-Kommission, der "im Volksmund schon zum ,Berlaymonster' entartet ist", über eine "zur Machtprobe ... entartete Suche" nach dem Nachfolger eines Managers, über einen "zur Neiddebatte auf Stammtischniveau entarteten Diskurs" usw. Sind nun auch wir alle Nazis, weil die einst den Begriff "Entartete Kunst" prägten, Herr Plasberg? "Entarten" erklärt das Herkunftswörterbuch als "seine Art verlieren, aus der Art schlagen". Und ja: Die rechtswidrige Euro-Rettungspolitik der vergangenen Jahre ist in diesem Sinne fraglos eine Entartung der Demokratie. Aus dieser zutreffenden Kritik eine Nazi-Nähe zu konstruieren ist entartetes Fernsehen.

ski

Börsen-Zeitung, 02.10.2013, Autor Bernd Wittkowski, Nummer 189, Seite 8, 156 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2013189040&titel=Entartetes-Fernsehen
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