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Redaktion

KOMMENTAR - FACEBOOK
Nachdem Technologiegiganten wie Apple, Google und Microsoft mit ihren Quartalszahlen enttäuscht hatten, hat Facebook nun gezeigt, dass man im Silicon Valley die Erwartungen doch noch übertreffen kann. Über 50 % Erlöswachstum und eine Verdreifachung des Nettogewinns waren deutlich mehr, als sich die ohnehin optimistisch gestimmten Unternehmensbeobachter ausgemalt hatten.

Tatsächlich hat es Facebook besser als die Rivalen Twitter und Google geschafft, aus dem rasanten Wechsel der Anwender vom PC aufs Smartphone Profit zu schlagen. Mehr als vier Fünftel der Werbeerlöse des Konzerns stammen mittlerweile aus dem mobilen Geschäft. Vor einem Jahr waren es bei weit weniger Umsatz nicht einmal drei Viertel. Onlinewerbeexperten zufolge sind die Preise für mobile Werbung zuletzt deutlich angezogen. Chief Operating Officer Sheryl Sandberg macht dies an einem Paradigmenwechsel fest. Musste Facebook unlängst noch erklären, warum Kampagnen auf mobilen Endgeräten sinnvoll sind, werde nun nur noch über das Wie debattiert.

Mobile Kampagnen sind derzeit der Königsweg und der König der Mobilität heißt aktuell Facebook. Fast 900 Millionen Anwender nutzen das soziale Netzwerk exklusiv auf ihrem Smartphone oder Tablet-Rechner. Noch vor zwei Jahren taten dies lediglich 341 Millionen. Der zum Börsengang von CEO Mark Zuckerberg ausgegebene Fokus auf die Verbesserung des mobilen Angebots trägt Früchte. Zudem scheint die wachsende Integration von Anzeigen in das soziale Netzwerk die Anwender wider erwarten kaum zu stören. Die Zahl der Nutzer wächst nicht nur im mobilen Geschäft, sondern auch insgesamt.

Mittelfristig könnte Facebook so zur neuen Nummer 1 im Internet werden, glauben viele Analysten. Ein Geheimtipp ist das allerdings längst nicht mehr. Die Bewertung von Facebook hat schwindelerregende Höhen erreicht. Am Donnerstag legte die Aktie um ein weiteres Zehntel zu, so dass der kalifornische Konzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 330 Mrd. Dollar bereits Softwarekönig Microsoft im Nacken sitzt, der mit 390 Mrd. Dollar hinter Apple und Alphabet aktuell der drittschwerste börsennotierte Technologiekonzern ist.

In einer Zeit, in der selbst Wachstumsgaranten wie Apple taumeln, stürzen sich Investoren sehr bereitwillig auf expandierende Firmen wie Facebook. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 70 suggeriert reichlich Vorschusslorbeer. Die Erfolgsstory steht. Nun muss der Mobilitätskönig weiter liefern.


Börsen-Zeitung, 29.04.2016, Autor Sebastian Schmid, Nummer 82, Seite 1, 335 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2016082004&titel=Der-Mobilitaetskoenig
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