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Redaktion

KOMMENTAR - US-PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL
Es wäre unfair zu behaupten, Hillary Clinton wäre nicht in der Lage, Begeisterung auszulösen. Die ehemalige First Lady, Senatorin und Außenministerin ist nach den Vorwahlen am Dienstag einen Schritt davon entfernt, ihre Laufbahn mit der US-Präsidentschaft zu krönen. Global sind weibliche Regierungschefs zwar längst Normalität geworden. Für die USA ist indes schon die Kandidatur einer Frau ein Novum.

Allerdings geht es im November nicht in erster Linie darum, ob der US-Frauenbewegung dieser Meilenstein vergönnt ist. Vielmehr steht eine grundlegende Richtungsentscheidung an: Will die USA weiter ihre globalen Einflusssphären behalten - sowohl sicherheits- als auch wirtschaftspolitisch -, bleibt Clinton die einzige sichere Wahl. Donald Trump, der sich die Nominierung der Republikaner mit Pöbeleien, rassistischen Sprüchen und Beleidigungen gesichert hat, will dies offenbar nicht. Seine Ausfälle sind zu zahlreich, um in einem einzigen Kommentar aufgeführt zu werden. Zuletzt bezeichnete er einen in Indiana geborenen Richter als "Mexikaner und Trump-Hasser", nur weil dieser eine Sammelklage gegen den Milliardär zugelassen hatte.

Auch wirtschaftspolitisch bietet er Amokläufe im halben Dutzend an: Die Fed soll unter Aufsicht gestellt, Handelsverträge mit China und Mexiko sollen neu verhandelt oder gekündigt werden. Millionen illegale Einwanderer will er aus dem Land werfen. Firmen, die ihren Sitz außerhalb der USA verlegen, droht er mit Strafen. Zudem erwägt er Gespräche mit US-Gläubigern über einen Schuldenschnitt.

Wenn Clinton jedoch glaubt, Trump sei wegen seiner abstrusen Ideen ohnehin unwählbar, sollte sie sich vorsehen. Zwar liegt sie in nationalen Umfragen derzeit vorn. Beim Thema Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik trauen die Wähler Trump laut Gallup derzeit aber offenbar mehr zu. Auch sicherheitspolitisch wird Trump favorisiert - trotz oder auch wegen seiner Gedankenspiele. Er stellt etwa die Nato in Frage und ermuntert Verbündete wie Japan und Südkorea zur nuklearen Aufrüstung. Clintons Trumpf im Wahlkampf könnte ausgerechnet ihr alter Rivale Barack Obama sein. Als erster US-Präsident seit Jahrzehnten kommt dieser zum Ende seiner Amtszeit auf mehr als 50 % Zustimmung unter den US-Wählern. Im Gegensatz zu Clinton gilt er als begnadeter Wahlkämpfer und freut sich dem Vernehmen nach darauf, sich Trump vorzuknöpfen. Dessen Mitarbeiter scheinen bereits nervös und warnen Clinton öffentlich, Obama könne sie "in den Schatten stellen" - oder eben Trumps Charakter ins Licht zerren.


Börsen-Zeitung, 09.06.2016, Autor Sebastian Schmid, Nummer 108, Seite 1, 355 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2016108003&titel=Wahlkampfhelfer-Obama
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