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Redaktion

Aufsichtsratsvorsitzender zum Abgasskandal: Alles kommt auf den Tisch

cd Wolfsburg - Der VW-Konzern will Entscheidungskompetenz auf die Marken und Regionen verlagern, denkt aber nicht daran, sich von Teilen der Marken zu trennen. Im Interview der Börsen-Zeitung sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Autokonzerns, Hans Dieter Pötsch: "Wenn wir jetzt anfangen würden, irgendwelche Anteile an die Börse zu bringen oder zu verkaufen, würden wir unser Geschäftsmodell erheblich beeinträchtigen." Das gelte auch für das bereits rechtlich verselbständigte Lkw-Geschäft. Pötsch: "Wir stehen uneingeschränkt zu unserem Lkw-Engagement."

Zur finanziellen Lage des Konzerns gut ein Jahr nach Ausbruch der Dieselaffäre, nach Milliarden-Vergleichszahlungen und noch ausstehenden Strafzahlungen wie auch Schadenersatzprozessen sagte Pötsch, Volkswagen sei "finanziell solide aufgestellt" und verfüge über vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten. "Und das ohne außerordentliche Maßnahmen wie eine Kapitalerhöhung." Dazu gebe es aktuell keinerlei Überlegungen. Volkswagen habe ein funktionierendes Geschäftsmodell. "Wir sind ja schließlich kein Sanierungsfall", so der Aufsichtsratsvorsitzende, der bis September 2015 viele Jahre Finanzvorstand des VW-Konzerns war.

Dem amtierenden VW-Vorstand stellte Pötsch im Interview ein gutes Zeugnis aus. Trotz aller Belastung aus dem Dieselproblem habe der Vorstand in den Zukunftsthemen des Konzerns vieles auf den Weg gebracht. "Davor habe ich großen Respekt." Zukunftsthemen sind die Elektromobilität, hier sollen bis zum Jahr 2025 ein Viertel der Produktion E-Autos sein, und Mobilitätsdienstleistungen. Für die neuen Geschäfte werde VW Partner brauchen und sich an Unternehmen beteiligen, kündigte Pötsch an.

Zur rechtlichen Aufarbeitung des Dieselskandals in den USA sagte Pötsch, dass Art, Umfang und Zeitbedarf der Untersuchungen voll in den Händen der Ermittlungsbehörden und der von VW beauftragten Kanzlei Jones Day lägen. Deren Arbeit unterstütze man in jeder Hinsicht. "Wir sind nicht die Herren des Timings", so Pötsch auf die Frage, wann das Dieselthema abgehakt werden könne. Aber man wolle, dass "zur Wiedererlangung des verlorenen Vertrauens alles auf den Tisch kommt".

- Interview Seite 11

Börsen-Zeitung, 07.10.2016, Autor cd Wolfsburg, Nummer 193, Seite 1, 286 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2016193002&titel=Poetsch-schliesst-Verkauf-von-VW-Konzernmarken-aus
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