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Redaktion

Bedenken gegen chinesischen Investor - Globale Einkaufstour geht weiter

ab Düsseldorf - Die Übernahme des angeschlagenen Spezialmaschinenbauers Aixtron ist in Gefahr. Das Bundeswirtschaftsministerium zog die im September erteilte Unbedenklichkeitserklärung zurück, wie Aixtron mitteilte.

Erst am Freitag um Mitternacht war die Annahmefrist für das öffentliche Übernahmeangebot der chinesischen Fujian Grand Chip Investment (FGC), hinter der der Staat steht, ausgelaufen. Bis Freitagmittag waren knapp 65 % des Grundkapitals angedient worden. Die Mindestannahmeschwelle hatte der Investor Anfang Oktober auf 50 % plus eine Aktie gesenkt.

Unter Verweis auf das laufende Verfahren lehnte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums eine Begründung ab. Auch zur Dauer der neuerlichen Prüfung wurden keine Angaben gemacht. Das Ministerium berufe sich auf seinen Prüfungsauftrag im Rahmen des Außenwirtschaftsgesetzes, sagte ein Aixtron-Sprecher. Seit 2009 verfügt die Bundesregierung über ein Vetorecht, wenn außereuropäische Investoren mehr als ein Viertel der Anteile an einem deutschen Unternehmen erwerben wollen. Das Einspruchsrecht erstreckt sich jedoch nur auf sensible Wirtschaftsbereiche wie Rüstungsindustrie oder Energieinfrastruktur. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte zuletzt jedoch mehrfach darauf hingewiesen, dass überlegt werden müsste, wie mit Investoren aus Ländern zu verfahren sei, die ausländische Übernahmen in ihrem Heimatmarkt blockierten.

Auch vom US-Regierungsausschuss CFIUS steht die Erlaubnis zur Übernahme von Aixtron noch aus, wie der Firmensprecher ausführte. Der Widerruf der Unbedenklichkeitsbescheinigung kam an der Börse nicht gut an. Die im TecDax gelistete Aixtron brach am Montag in der Spitze um 14,7 % ein.

Dessen ungeachtet kündigten chinesische Investoren am Montag gleich zwei Übernahmen fern der Heimat an. HNA Group übernimmt für 6,5 Mrd. Dollar von Blackstone deren Beteiligung von 25 % an der Hotelkette Hilton, und China Oceanwide schlägt beim US-Versicherer Genworth für 2,7 Mrd. Dollar zu.

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Börsen-Zeitung, 25.10.2016, Autor Annette Becker, Düsseldorf, Nummer 205, Seite 1, 268 Wörter

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