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Redaktion

FTSE Russell nimmt Aspiranten wie Snap nicht mehr in seine Indizes auf

sp New York - Der Indexanbieter FTSE Russell bezieht in der seit dem Börsengang von Snap hochgekochten Diskussion über stimmrechtslose Aktien Position. Die Tochter der London Stock Exchange zieht künftig nur noch Aktien von Unternehmen für ihre Indizes in Betracht, die Investoren wenigstens 5 % der Stimmrechte einräumen. Das teilte FTSE Russell mit, nachdem sich in einer Umfrage unter institutionellen Investoren gut zwei Drittel für eine Mindestschwelle ausgesprochen hatten. Die Untergrenze gilt ab September für Indexaspiranten und betrifft ab 2022 auch Unternehmen, die schon heute in den Indizes enthalten sind.

Die Befragung unter Investoren hatte FTSE Russell nach dem Börsengang des Instant-Messaging-Dienst Snap im März in die Wege geleitet. Bei dem mehr als 4 Mrd. Dollar schweren IPO in New York hatte der US-Internetkonzern ausschließlich stimmrechtslose Aktien angeboten. Eine Premiere, die unter Investoren für großen Unmut sorgte. Vor ein paar Wochen folgte der Kochboxlieferant Blue Apron mit mehrheitlich stimmrechtslosen Aktien.

Auch Indexbetreiber wie MSCI und S&P Dow Jones Indices diskutieren, wie sie künftig mit stimmrechtslosen Aktien umgehen wollen. Die Entscheidung von FTSE Russell dürfte dabei ab sofort als Benchmark dienen, wobei die LSE-Tochter ihre Untergrenze jährlich überprüfen will.

Die Diskussion über stimmrechtslose Aktien ist nicht neu. Zum ersten Mal kochte das Thema 1925 hoch, als der Autobauer Dodge Brothers nach dem Börsengang zu 100 % von Aktionären kontrolliert wurde, die 1,7 % des Kapitals hielten. Die Nyse untersagte wenige Jahre später die Ausgabe von stimmrechtslosen Aktien und begrenzte Aktien mit mehr als einer Stimme auf 18,5 %.

Standortfaktor für Börsen

Als der Wettbewerb unter den Börsenplätzen härter wurde und eine Welle feindlicher Übernahmen Aufmerksamkeit für stimmrechtslose Aktien schuf, versuchte die US-Finanzmarktaufsicht SEC dem Trend 1988 Einhalt zu gebieten, wurde aber zurückgepfiffen. Aktuell denken Börsenbetreiber in Hongkong, Singapur und in London darüber nach, im Wettbewerb um IPO-Kandidaten wie Snap ihre Beschränkungen für stimmrechtslose Aktien aufzugeben.

Börsen-Zeitung, 29.07.2017, Autor Stefan Paravicini, New York, Nummer 144, Seite 1, 302 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2017144006&titel=Indexanbieter-pocht-auf-Stimmrechte
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