Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 11.645,50-0,36% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.657,50-0,35% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.383,50-0,12% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 25.792,00-0,26% Gold: 1.305,32+0,36% EUR/USD: 1,1339+0,18%
Redaktion

Deka und Union Investment preschen vor - Mifid II erzwingt Änderungen

jsc Frankfurt - Die deutsche Fondsbranche wird die Kosten für Analysen durch Drittanbieter voraussichtlich nicht wie einige ausländische Adressen überwiegend selbst schultern, sondern meist den Fonds zuordnen und damit den Anlegern in Rechnung stellen. Nach dem Vorstoß von Union Investment hat auch die DekaBank der Börsen-Zeitung erklärt, dass sie die Kosten für externes Research künftig auf Fondsebene ausweisen wird. Damit geben die Gesellschaften aus Sicht von Marktbeobachtern die Richtung vor, die künftig von weiteren Adressen eingeschlagen werden dürfte. "Die deutschen Fondsgesellschaften werden die Kosten für externes Research voraussichtlich den Fonds zuordnen", sagt etwa Elmar Schobel, Partner im Bereich Financial Services der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Die beiden anderen großen Fondsadressen in Frankfurt - die Deutsche Asset Management und Allianz Global Investors - wollten sich auf Nachfrage nicht zu ihren Plänen äußern.

Anfang 2018 kommt eine Reihe neuer Transparenzpflichten auf die Fondsbranche zu - unter anderem durch die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II. Stellen Broker das Research häufig in Gegenzug für Handelsaufträge bereit, muss die Dienstleistung künftig über ein separates Analysekonto den Fonds zugeordnet werden, sofern die Gesellschaft den Aufwand nicht aus eigenen Mitteln begleicht. Einige ausländische Gesellschaften wie Vanguard, J.P. Morgan Asset Management, Jupiter, M & G, Aberdeen und Robeco wollen Medienberichten zufolge den Aufwand in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung übernehmen, die Allianz-Tochter Pimco erwägt ähnliche Schritte. Der deutsche Publikumfondsmarkt gilt indes als weniger wettbewerbsintensiv und erleichtert es Anbietern somit, die bisher in den Transaktionskosten versteckten Position separat auszuweisen. Darüber hinaus fallen die Research-Kosten in den einzelnen Produkten unterschiedlich aus, was ebenfalls für eine Verrechnung auf Fondsebene spricht - auch wenn die neue Methode kompliziert ist.

Der Markt für Research dürfte sich im Zuge der neuen Vorgaben nachhaltig ändern: Fondshäuser werden nach verbreiteter Auffassung weniger Analysen von außen beziehen, während zugleich Raum für neue Preismodelle im Research entsteht.

- Bericht Seite 2

Börsen-Zeitung, 29.08.2017, Autor Jan Schrader, Frankfurt, Nummer 165, Seite 1, 295 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2017165002&titel=Fondsbranche-stellt-Sparern-Research-in-Rechnung
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook

Unternehmensbereich: DekaBank Deutsche Girozentrale
Übersicht Kurse / Charts Redaktionelle BerichteResearch
Ad-hoc FinanzanzeigenAktionärsstrukturDirectors’ Dealings
Termine Wertpapiersuche Audio / Video


Serien zu Banken & Finanzen
Themendossiers zu Banken & Finanzen


Termine des Tages
Montag, 18.03.2019

Ergebnisse
Grand City Properties: Jahr
Six Group: Jahr

Presse- und Analystenkonferenzen
Grammer: Bilanz-PK
Lufthansa Cargo: Jahres-PK
Sixt: Bilanz-PK
Talanx: Bilanz-PK

Hauptversammlungen
Danske Bank
TomTom (ao.)




























22

0.539319 s