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Redaktion

Politik, Gewerkschaften und Kapitalmarkt begrüßen Bahntechnik-Fusion

mic München - Die deutsch-französische Bahntechnik-Allianz unter Führung von Siemens stößt auf breite Zustimmung der Öffentlichkeit. Politiker beider Länder werteten das Bündnis mit Alstom als Zukunftschance. In das gleiche Horn bliesen Gewerkschaftsvertreter. Am Aktienmarkt legten die Siemens-Papiere zeitweise stärker als der Dax zu, Alstom-Aktien stiegen stark. Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser erklärte in Paris: "Wir haben die Kraft und den Willen, einen europäischen Champion auf einem globalen Markt zu schaffen." Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge strich heraus, dass die beiden Partner komplementär aufgestellt seien.

Zuvor hatten der Siemens-Aufsichtsrat und der Alstom-Verwaltungsrat die Transaktion in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einstimmig gebilligt. Das neue Unternehmen bringt einen Auftragsbestand von 61 Mrd. Euro mit, kommt auf einen Umsatz von gut 15 Mrd. Euro und erwirtschaftet 1,2 Mrd. Euro operativen Gewinn. Im Weltmarkt steht es - gemessen am Umsatz - auf Platz 2 hinter dem Branchenprimus CRRC aus China (siehe Grafik). Es wird geführt vom heutigen Alstom-Chef, im Verwaltungsrat wird Siemens das Sagen haben.

Allerdings wird noch viel Zeit vergehen, bis das Unternehmen tatsächlich an den Start gehen kann. Erst Ende nächsten Jahres ist das Closing geplant. Neben der Zustimmung der Alstom-Aktionäre ist vor allem das Plazet der Wettbewerbshüter erforderlich. Siemens wird den Konzern konsolidieren, da die Münchner rund 51 % halten werden. Dieses nahezu gleichgewichtige Verhältnis dürfte die französische Politik zu einer Vorbedingung des Abschlusses gemacht haben. Es war allerdings nur durch ein Verschieben von Verbindlichkeiten zu erreichen, die den Wert der Siemens-Assets minderten.

Kaeser wertete die Transaktion als wichtigen Schritt in Richtung der Vision eines zukünftigen Siemens-Konzerns, der sich aus einer Flotte sehr erfolgreicher und wettbewerbsfähiger Geschäfte zusammensetze. Er räumte ein, dass die Rolle der Siemens-Zentrale abnimmt.

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Börsen-Zeitung, 28.09.2017, Autor Michael Flämig, München, Nummer 187, Seite 1, 280 Wörter

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