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Die Wertentwicklung wird künftig auch von der Wohngesundheit abhängen

Insbesondere auf dem Immobiliensektor tritt derzeit die Energieeffizienz immer mehr in den Fokus der Investoren. Kurzfristig und ökonomisch betrachtet, mag dies bei den Einsparungen von Energiekosten einleuchten. Genauer angeschaut, müssen die hochgedämmten Gebäude aber auch langfristig wertvoll sein, um eine entsprechende Wertsteigerung erzielen zu können. Wie sieht es mit der Wohn-, Raumluftqualität und Aspekten wie Gesundheitsklima, Wohnkomfort und Nachhaltigkeit aus?

Achtet man beim Immobilienkauf nicht auf eine gesundheitlich orientierte Bauweise mit klimaschützenden Materialien aus der Natur, kann eine Immobilie schnell ihre Zukunftsfähigkeit verlieren. Denn schon heute stehen immer mehr die CO2-Werte, ein gesundes Bioklima, spürbarer Wohnkomfort und die späteren Entsorgungskosten im Blick nachhaltiger Geldanleger und Privatinvestoren.

Verstärkte Bio-Orientierung

Der Markt für wohngesunde Immobilien wird sich schon allein aufgrund der verstärkten Bio-Orientierung der Verbraucher einer steigenden Nachfrage erfreuen. Die Schimmelproblematik "billig und chemisch" gedämmter Neubauten trägt sicherlich dazu bei, die derzeitige Energiepolitik und Dämmstoffwahl in Frage zu stellen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, Energiesparen so billig wie möglich sei zukunftsfähig! Kurzfristig gedacht vielleicht - der langfristig orientierte und nachhaltig handelnde Immobilienkäufer wird auch andere Werte bei seiner Entscheidung einbeziehen.

So kann der Wert einer Immobilie in Sichtweite zu Mobilfunksendemasten laut Ring Deutscher Makler (RDM) um bis zu 10 % sinken. Schuld daran sind die gesundheitsgefährdenden Elektrosmog-Strahlen, welche zum Beispiel von Mobilfunksendern ausgehen. In Sichtweite sind hier eklatant hohe elektromagnetische Strahlungswerte zu messen - also schlecht für die künftige Wertentwicklung von Immobilien. Abhilfe und Schutz bietet eine Elektrosmog-Schutzhülle, die das Ökohaus-Unternehmen Baufritz als Standard anbietet.

ESI-Indikator der Uni Zürich

Um die ökonomische Nachhaltigkeit von Immobilien mit möglichst konkreten Werten zu beziffern, hat das Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich den ESIô«-Indikator geschaffen. Dieser Indikator beweist, dass Nachhaltigkeit bei der Bewertung bislang zu kurz kam: Er erfasst im Gegensatz zu momentan vorherrschenden Modellen auch langfristige Werte und Entwicklungen in einem Zeitraum von bis zu vier Jahrzehnten. Dabei stehen insbesondere gesellschaftliche Megatrends wie zum Beispiel demografischer Wandel, Klimaveränderung und steigende Energiepreise im Vordergrund.

Konkret bricht der Indikator das in der Branche bekannte Bewertungsmotto "Lage, Lage, Lage" auf weitere Rahmenbedingungen herunter. Diese ökonomischen Nachhaltigkeitsmerkmale sind die Nutzungs- und Nutzerflexibilität, der Energie- und Wasserbedarf, die Erreichbarkeit und Mobilität, die Sicherheit sowie Gesundheit wie auch Komfort. Aufgrund dieser neuartigen Berechnungsmethode ergeben sich gegenüber herkömmlichen Messmethoden Schwankungen zwischen - 14,9 % und 6,6 %.

Strenges Gesundheitskonzept

Der Indikator hat die einzelnen Merkmale mittels eines risikobasierten Gewichtungsmodells quantifiziert: An erster Stelle steht die Nutzungs- und Nutzerflexibilität (42,6 %), gefolgt von Gesundheit und Komfort (24,6 %) sowie von Energie- und Wasserbedarf (16,7 %). Die CCRS-Wissenschaftler stellen vor allem fest, dass "objektbezogene Gesundheits- und Komfortaspekte an Bedeutung zunehmen - eine nachhaltige Immobilie zeichnet sich durch eine hohe Raumluftqualität aus". Schon heute gibt es Wohngebäude, Siedlungen und Mehrfamilienhäuser, gebaut aus natürlichen, ökologisch wertvollen Holzbausystemen, wie sie Baufritz anbietet.

Bekannt wurde der Ökohauspionier durch seine individuellen Voll-Werte-Häuser, realisiert nach einem strengen Gesundheitskonzept. Hier garantieren baubiologisch wertvolle und schadstoffgeprüfte Bau- und Dämmstoffe ein gesundes Wohnklima und beste CO2-Werte. Hierbei wird ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Denn ein Großteil der verwendeten Materialien stammt aus der Natur und ist somit später auch wieder in die Natur rückführbar (natürlich entsorgbar!). Bio-Immobilien sind somit ökonomisch als auch ökologisch äußerst wertvoll und eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

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Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführerin der Baufritz GmbH & Co. KG

Börsen-Zeitung, 30.09.2017, Autor Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführerin der Baufritz GmbH & Co. KG, Nummer 189, Seite B 3, 540 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2017189805&titel=Nachhaltige-Immobilien-bieten-beachtenswerte-Perspektiven
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