Verlagsmitteilung:

Die Ausgabe Nr. 78 der Börsen-Zeitung erscheint am Mittwoch, dem 24. April 2019.
Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein frohes Osterfest.
Redaktion und Verlag

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Redaktion

Krisen messbar machen - Breites Anwendungsgebiet

Ein drohender Krieg in Korea, ein Bombenanschlag in London oder eine Großdemonstration in Barcelona - solche Ereignisse gefährden die Lieferkette, können Reisepläne der Mitarbeiter beeinflussen oder gefährden grundlegend den Erfolg eines neuen Projekts. Politische Risiken gewinnen in der globalisierten Wirtschaft rasant an Bedeutung. Gleichzeitig wird die Informationslage angesichts der Vielzahl und sich häufig widersprechenden Quellen für den Laien immer undurchsichtiger. Genau hier setzen die innovativen Lösungen des Start-ups Conias Risk Intelligence aus Mannheim an. Basierend auf mehr als 20 Jahren Forschung an der Universität Heidelberg im Bereich Konfliktfrühwarnung bietet das Unternehmen innovative digitale Produkte im Bereich Bewertung von politischen Risiken an.

Früherkennung möglich

Auch wenn die meisten politischen Krisen und Bedrohungen wie aus dem Nichts in den Nachrichten auftauchen, haben sie teilweise eine sehr lange Vorgeschichte. Genau diese Entstehungsprozesse zu analysieren, sie zu beobachten und mit möglichst ähnlichen Fällen aus der Datenbank zu vergleichen, ist unser Ansatz. Unser Ziel ist es, den Anwendern leicht verständliche und klare Informationen und Richtwerte zu liefern, mit denen die Brisanz der politischen Lage einer spezifischen Region verständlich und nachvollziehbar abgebildet wird.

Dazu wird die komplizierte Gemengelage der Weltpolitik heruntergebrochen und in einzelne Konfliktsysteme gegliedert. Es wird untersucht, welche Akteure streiten sich über welches Thema und setzen dabei welche Mittel und Instrumente ein, um ihre Ziele zu verfolgen. Conias analysiert derzeit kontinuierlich mehr als 750 laufende politische Konflikte, misst deren aktuelle Intensität und kategorisiert diese in inner- und zwischenstaatliche Konflikte, nach der Brisanz der umstrittenen Themen und der Fähigkeit der Akteure, politische Unruhen friedlich beizulegen.

Darüber hinaus wird fortlaufend erfasst, in welchen Teilen eines Landes die Konflikte ausgetragen werden. Aus diesen Informationen lassen sich neue moderne Risikokarten erstellen, die entweder in digitaler Form als Datenwerte und Grafik an den Kunden zur weiteren Verarbeitung übermittelt werden oder die Grundlage für ausführlichere, aber dennoch knapp gehaltene Gutachten darstellen. Dank des auf empirische Messwerte ausgelegten Ansatzes können Aussagen und Zusammenhänge mit Grafiken und anderen statistischen Auswertungen verdeutlicht werden. Damit werden politische Risiken so verständlich dargestellt wie das weltweite Klima auf einer heute üblichen Wetterkarte.

Mit wenigen Klicks

Die Einsatzfelder dieses innovativen Ansatzes sind nahezu grenzenlos. Von der Großindustrie, die Tausende von Produktionsstätten ihrer Zulieferer bewerten will, bis zum mittelständischen Unternehmen, das für seine eigene Ausgliederung neue Standorte sucht. Aber auch das Bankhaus oder die Versicherung, die überprüfen müssen, ob die Finanzierung beziehungsweise die Versicherung von spezifischen Projekten im Ausland verantwortbar sind, benötigen diese Daten. Die Anwender haben sich bewusst für die Vorzüge digitaler Dienstleistungen entschieden: Mit wenigen Klicks können auf Wunsch tausende Adressen in Sekundenschnelle überprüft und bewertet werden - mit Daten, die beispielsweise monatlich aktualisiert werden.

Der Kunde bekommt bei dieser technischen Lösung einen Gesamt-Risikowert, kann sich aber auch über die Teilwerte wie die Resilienz der Region, den aktuellen Intensitätswert oder einen Prognosewert informieren. Zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden können aus den Risikowerten Schwellenwerte für ein einfaches Bewertungssystem, beispielsweise in den Kategorien grün, gelb und rot, festgelegt werden. In vielen Anwendungsfällen werden unsere politischen Risikowerte noch mit anderen Werten, zum Beispiel mit Daten der Swiss Re oder der Munich Re für Naturrisiken, in Verbindung gesetzt und ergänzt.

Finanzdienstleister und Versicherungen sind zumeist an ausführlicheren Reports interessiert. In den etwas stärker qualitativ ausgelegten Kurzgutachten werden auch Zusammenhänge zwischen den einzelnen Konflikten erläutert und mögliche Auswirkungen diskutiert. Hier geht es dann nicht mehr allein um die physische Sicherheit, sondern auch um die Auswirkungen von nationalen und internationalen Konflikten auf das Investitionsklima, die rechtliche Sicherheit eines Landes oder Fragen des Konvertibilitätsrisikos.

Für Kunden und Anwender unserer Lösungen gibt es noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Bewertung der politischen Risiken erfolgt nach klaren wissenschaftlichen Methoden, die für die gesamte Welt in gleicher Weise angewandt werden. Damit werden die Risikowerte untereinander vergleichbar und so getroffene Entscheidungen auch gegenüber Dritten schnell und einfach erklärbar.

Die Conias Risk Intelligence wurde 2014 gegründet und bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie im Frühjahr 2017 den Innovationspreis der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg. Zum Ende des Jahres soll durch ein gemeinsames Projekt mit der Hamburger Funk Stiftung das Thema politische Risiken stärker an den Mittelstand herangetragen werden: Für insgesamt 25 Staaten dieser Erde werden von dem Start-up die jeweiligen Konflikte analysiert und Entwicklungsszenarien vorgestellt. Diese speziellen Reports werden kostenlos zugänglich gemacht. Für die Zukunft ist die Implementierung von Realtime-Bewertungen geplant. Aktuelle Ereignisse sollen mit möglichst ähnlichen aus der Vergangenheit verglichen und das Ergebnis umgehend auf Smart Devices wie Tablets oder Handys zur Verfügung gestellt werden.

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Nicolas Schwank, Geschäftsführer der Conias Risk Intelligence GmbH

Börsen-Zeitung, 11.11.2017, Autor Nicolas Schwank, Geschäftsführer der Conias Risk Intelligence GmbH, Nummer 217, Seite B 9, 734 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2017217815&titel=Wettervorhersage-fuer-politische-Konflikte
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