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Redaktion

Investmentbank-Boutiquen erreichen in Europa über 50 Prozent Marktanteil

wb Frankfurt - Der M & A-Markt in Europa (Emea) ist in den ersten drei Monaten 2018 mit 360 Mrd. Dollar auf ein Zehnjahreshoch geklettert. Dies bedeutet laut Datendienstleister Dealogic ein Plus von 47 % im Vergleich zum Startquartal vorigen Jahres. Knapp die Hälfte des Volumens entfällt auf acht Mega-Deals. An der Spitze steht die Aufteilung des Energieversorgers Innogy zwischen RWE und Eon. Dieser Deal steht einschließlich Schulden mit 54,6 Mrd. Dollar zu Buche. US-Konzerne kündigten in Europa Deals für 86,2 Mrd. Dollar an, das sind 29 % mehr als 2017 und dies ist laut Dealogic der höchste Stand seit über 20 Jahren.

Unter den beratenden Banken liegen in Europa Citi, J.P. Morgan und Morgan Stanley vorn. In Deutschland sind es J.P. Morgan, Goldman Sachs und Rothschild. Die Angaben unterscheiden sich von den vorläufigen Zahlen, da Ende März mit Akzo Nobel/Carlyle und GlaxoSmithKline/Novartis große Volumina hinzukamen. Die Deutsche Bank findet sich bei Dealogic weder in Europa noch im Heimatmarkt unter den Top 10. Bei Thomson Reuters rangiert sie in Europa als Nummer 6 und global auf Platz 10. Für Dealogic steht sie an 5. Stelle in Bezug auf Einnahmen im Investment Banking für Europa.

Auffällig ist der stark gestiegene Anteil der Investmentbank-Boutiquen. Diese Corporate-Finance-Berater haben in Europa 2018 bisher Deals für 199 Mrd. Dollar begleitet. Ihr Marktanteil ist von Januar bis Ende März in dieser Region auf 55 % des gesamten M & A-Volumens geklettert. Dies entspricht einer Verdreifachung gegenüber der Vorjahreszeit. Evercore wird von Dealogic der Platz ganz oben auf dem Treppchen zugebilligt mit 71 Mrd. Dollar. Rothschild und Lazard, die sich angesichts ihrer erreichten Größe und Bedeutung längst nicht mehr als Boutiquen betrachten, sowie Perella Weinberg oder Qatalyst Partners haben deutlich Boden gutgemacht. Global rangiert Centerview bei Thomson Reuters auf Rang 5 (i.V. 21). Indessen steigt in der Spätphase des M & A-Zyklus die Aggressivität. Immer mehr unerwünschte Offerten scheitern. Durchgegangen ist jetzt die Attacke von Melrose auf die traditionsreiche GKN in Großbritannien.

- Bericht Seite 7

Börsen-Zeitung, 04.04.2018, Autor Walther Becker, Frankfurt, Nummer 64, Seite 1, 328 Wörter

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