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Redaktion

Finanzinvestor soll betriebliche Prozesse auf Vordermann bringen

bg Frankfurt - Die Deutsche Bank will ihren Umbau mit Hilfe des Finanzinvestors Cerberus beschleunigen. Dessen Beratungssparte soll der Bank helfen, die Kosten zu senken und neue Einnahmequellen zu erschließen, wie am Dienstag bekannt wurde. Im deutschen Kapitalmarkt dürfte es ein Novum sein, dass ein Anteilseigner gleichzeitig ein Beratungsmandat übernimmt.

Für Cerberus geht das Mandat aus Compliance-Gründen mit einer Einschränkung einher: Der US-Investor darf keine Transaktionen mit Deutsche-Bank-Papieren tätigen, da er im Rahmen seiner Beratung Insiderkenntnisse erlangt. Für Cerberus ist das aber keine neue Situation, denn die Einheit "Operations and Advisory" wird regelmäßig bei Portfoliounternehmen tätig. In seinen Private-Equity- und Distressed-Debt-Vehikeln hat Cerberus 34 Mrd. Dollar unter den Fittichen. Neben der Deutschen Bank ist Cerberus auch an der Commerzbank, der vor der Privatisierung stehenden HSH Nordbank und der österreichischen Bawag beteiligt (siehe Grafik).

Geleitet wird das Cerberus-Team von Matt Zames, der als Spezialist für die Organisation betrieblicher Prozesse gilt. Die Bank hat hier später als manch andere Adresse angefangen, sich neu aufzustellen und automatisierte Prozesse zu installieren, um kosten- und fehlerträchtige manuelle Arbeitsschritte zu vermeiden. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte im Mai angekündigt, dass die Zahl der Stellen im Konzern von rund 97 000 in wenigen Monaten auf "deutlich unter 90 000" sinken werde. Für das laufende Jahr hat die Bank dafür 800 Mill. Euro zur Seite gelegt. Die bereinigten Kosten sollen bis Jahresende die Marke von 23 Mrd. Euro nicht überschreiten und 2019 auf 22 Mrd. Euro absinken.

Wie die Deutsche Bank im zweiten Quartal abgeschnitten hat, wird am 25. Juli berichtet - Analysten rechnen mit einem Gewinneinbruch auf 140 Mill. Euro. Finanzvorstand James von Moltke hatte schon darauf eingestimmt, indem er bemerkte, die Bank habe etwas schwächer abgeschnitten als wichtige Konkurrenten. Die Aktie der Bank ging am Dienstag mit einem Minus von 0,5 % auf 9,74 Euro aus dem Xetra-Handel.

- Nebenstehender Kommentar

Börsen-Zeitung, 11.07.2018, Autor Björn Godenrath, Frankfurt, Nummer 130, Seite 1, 302 Wörter

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