Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.240,500,00% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.889,75+0,18% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.379,50+0,06% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 25.690,00+0,40% Gold: 1.186,32+0,93% EUR/USD: 1,14370,00%
Redaktion

Anleger befürchten Liquiditätsengpässe bei Banken - Rubel ebenfalls im Minus

kjo Frankfurt - Der anhaltende Verfall der Lira setzt der Türkei immer mehr zu. Das Finanzministerium in Ankara versuchte am Donnerstag, Beruhigung in die Märkte zu bringen. Türkischen Banken und auch den Unternehmen des Landes drohten ihr zufolge keine Liquiditätsengpässe, so das Ministerium. Genau das ist die Sorge von Anlegern. Beim Wachstum rechnet das Land mit 3 % bis 4 % für 2019. 2017 legte die Wirtschaft allerdings noch doppelt so stark zu. Am heutigen Freitag will Finanzminister Berat Albayrak neue Pläne für die Wirtschaft vorstellen.

Von Beruhigung war an den Märkten allerdings nichts zu spüren. Die Lira sackte erneut auf Rekordtiefen ab. Zeitweise mussten für einen Dollar 5,5270 Lira bezahlt werden. Am Abend waren es noch 5,4642 Lira für einen Greenback. Seit Jahresanfang hat die türkische Währung damit in etwa ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Allein gestern waren es 4,8 % gegenüber dem Dollar. Auch im Vergleich zum Euro sackte die türkische Währung weiter ab. Es wurden 6,39 Lira für einen Euro gezahlt und damit 4,2 % mehr als tags zuvor.

Turbulent ging es am Devisenmarkt gestern aber nicht nur bei der türkischen Lira zu. Auch der Rubel stand unter Druck. Die Androhung von US-Sanktionen gegen Russland scheuchte die Anleger auf, die die Währung daraufhin verkauften. Im späten Handel mussten für einen Dollar 66,25 Rubel bezahlt werden, das waren 1 % mehr als am Mittwoch. Zeitweise lag der Kurs bei 66,71 Rubel. An der Moskauer Börse kam es zu Kursverlusten.

Der anhaltende US-Handelsstreit ließ die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zurückhaltend agieren, wodurch die Kurse zunächst leicht unter Druck gerieten. Später erholte sich der Dax aber auf ein leichtes Plus von 0,3 % und schloss beim Stand von 12 676 Zählern. Der Euro Stoxx 50 war bei 3 494 Punkten praktisch unverändert.

- Nebenstehender Kommentar

- Berichte Seiten 6 und 17

Börsen-Zeitung, 10.08.2018, Autor Kai Johannsen, Frankfurt, Nummer 152, Seite 1, 300 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2018152002&titel=Lira-sackt-auf-Rekordtief
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Kapitalmärkte
Themendossiers zu Kapitalmärkte
Länderratings
Neue Produkte
Zusatztabellen zur Analyse "Geld oder Brief"


Termine des Tages
Montag, 20.08.2018

Ergebnisse
C-Quadrat: 2. Quartal




























22

0.144098 s