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Redaktion

Beim größten Anbieter Bearing Point hakt die Einführung neuer Software

bn Frankfurt - Die deutsche Kreditwirtschaft hat ein Problem im Meldewesen. Beim marktbeherrschenden Dienstleister Bearing Point klemmt die Einführung der neuen Software "Abacus 360". In den Instituten sei dies unterhalb der Führungsebene derzeit ein "Mega-Thema", heißt es im Markt. Die Sorge gehe um, nicht mehr meldefähig zu sein. Im September steht eine wichtige Meldung für das von der Europäischen Zentralbank geplante Kreditregister Anacredit an.

"Wir haben festgestellt, dass die Fertigstellung der neuen Abacus-360-Plattform bis Ende 2018 zu ambitioniert gewesen ist und nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Kunden zu hohem Zeitdruck geführt hätte", erklärt Bearing Point auf Anfrage. "Wir geben nun uns und unseren Kunden mehr Zeit sowohl bei der Softwareentwicklung als auch bei der Migration auf die neue Plattform." Die Abacus-360-Entwicklungskapazitäten seien auf Anacredit konzentriert worden.

Die Probleme bei Bearing Point führen Banken schmerzhaft deren Abhängigkeit von einem Standard-Softwaredienstleister vor Augen. Zu den Nutzern von Abacus zählen nach Angaben des Anbieters "mehr als 60 % der 40 größten Banken in Deutschland" und insgesamt über 800 Unternehmen europaweit.

Noch hat keines der Institute infolge der Probleme eine Meldefrist verpasst. In den Häusern aber wächst angesichts von Mehraufwand und Unsicherheit der Unmut. "Was wir brauchen, ist ein verlässliches Meldesystem, das läuft", heißt es dort. Ein Sorgenkind ist demnach die parallele Verarbeitung einer großen Menge von Daten, bei der es zu "nicht nachvollziehbaren Fehlern in der Anwendung" gekommen ist. Auch die Erstellung sogenannter Audit Trails lasse zu wünschen übrig. Einige Adressen denken daher über Anbieterwechsel nach. Das aber würde mindestens mehrere Quartale in Anspruch nehmen, wie zu hören ist. Auf Anfrage wollen sich Abacus-Nutzer nicht öffentlich äußern.

Probleme im Meldewesen bei einer Vielzahl von Instituten wären auch ein Problem für die Bankenaufsicht. Die Deutsche Bundesbank teilt dazu auf Anfrage mit, sie gehe davon aus, "dass alle Institute und Anbieter bei etwaigen Schwierigkeiten die erforderlichen Anstrengungen zur schnellen Lösung unternehmen".

- Bericht Seite 3

Börsen-Zeitung, 21.08.2018, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 159, Seite 1, 311 Wörter

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