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Redaktion

Renditeaufschlag sinkt nach Aussagen von Finanzminister Tria zum Haushalt

sts Frankfurt - Viele Anleger sind mit vorsichtigem Optimismus in die Woche gestartet. Insbesondere jüngste Aussagen italienischer Politiker zu Staatsfinanzen und Euro-Mitgliedschaft sowie die Hoffnung auf eine Einigung im transatlantischen Handelsstreit ließen Investoren wieder etwas risikofreudiger agieren. Als Spielverderber fungierte aber US-Präsident Donald Trump. Unter dem Strich standen an den europäischen Aktienmärkten leichte Gewinne. Der Euro Stoxx 50 legte 0,5 % auf 3 309 Stellen zu.

Mit Erleichterung nahmen Anleger auf, dass der italienische Finanzminister Giovanni Tria eine Verbesserung der Haushaltslage des hoch verschuldeten Landes in Aussicht stellte. Morgan Stanley prognostizierte, dass die Neuverschuldung für 2019 bei etwa 2,2 % der Wirtschaftsleistung und damit deutlich unter der EU-Obergrenze von 3 % bleibt. Damit steigen Marktakteuren zufolge die Chancen, dass der befürchtete Konflikt zwischen der EU-Kommission und der populistischen Regierung in Rom ausbleibt. Der Risikoaufschlag italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen sank im Zehnjahresbereich um 14 Basispunkte auf 234 Zähler.

Für den Dax reichte es - auch wegen erneuter Kursverluste bei Index-Schwergewicht Bayer - nur zu einem Aufschlag von 0,2 % auf 11 986 Stellen. Damit konnte der wichtigste deutsche Aktienindex die Marke von 12 000 Punkten nicht halten, über die er im Handelsverlauf geklettert war. Gebremst wurden die Aktienmärkte vom weiter schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China. Trump hatte am Wochenende weitere Zölle von 267 Mrd. Dollar ins Gespräch gebracht. Dagegen zeichnet sich in dem von Trump angezettelten Handelsstreit mit der EU eine Entspannung ab, wie EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer andeutete.

- Berichte Seiten 4, 5 und 14

Börsen-Zeitung, 11.09.2018, Autor Stefan Schaaf, Frankfurt, Nummer 174, Seite 1, 252 Wörter

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