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Redaktion

Systemrisikorat registriert regere Finanzierungen

bn Frankfurt - Die Vernetzung regulierter Banken mit dem Schattenbankensektor durch Wholesale-Finanzierungen hat nach einer Periode der Reduktion im vergangenen Jahr wieder zugenommen. 2017 legte das Volumen der in der Eurozone von Schattenbankeneinheiten bereitgestellten Wholesale-Finanzierungen um 2 % auf ein Volumen von 2,2 Bill. Euro zu, wie ein am Montag publizierter Bericht des European System Risk Board (ESRB) zeigt. Dies sei die höchste Wachstumsrate seit 2012, dem ersten Jahr, für das entsprechende Daten verfügbar gewesen seien, heißt es in der jährlich erscheinenden Analyse des Schattenbankensektors durch das bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte Gremium.

In erster Linie geht der Anstieg den Angaben zufolge auf Wachstum der Bestände von Geldmarktfonds sowie anderen Investmentfonds zurück. In den Jahren davor hatte sich das Ausmaß der Wholesale-Finanzierung von Banken durch den Schattenbankensektor zwischen 2012 und 2016 abgeschwächt, wenngleich am Ende zusehends langsamer. Es bleibe abzuwarten, ob diese Entwicklung den Beginn einer Umkehr des zuvor längerfristigen Trends einer abnehmenden Wholesale-Finanzierung darstelle, schreibt der ESRB. Jüngst eingeführte Gesetzgebung auf EU-Ebene zu Geldmarktfonds sollte dabei die Gefahr potenziellen Stresses im Geldmarktfondssektor sowie einer damit verbundenen Ansteckung des Bankensektors vermindern helfen, heißt es unter Verweis auf die EU-Verordnung über Geldmarktfonds.

Im Falle des Verlustpuffers Total Loss Absorbing Capacity (TLAC) hatten sich Regulierung und Aufsicht, um Ansteckungsgefahren in der Branche zu verhindern, zuletzt bemüht zu vermeiden, dass etwa global systemrelevante Banken Bail-in-fähige Verbindlichkeiten bei anderen Banken platzieren. Die Nettofinanzierung der Banken mit Hilfe von Verbriefungsvehikeln hielt 2017 mit dem Ausbau der Bilanzsummen Schritt, wie es weiter heißt.

Das Wachstum ist vorbei

Zugleich bleiben europäische Banken eng mit dem Schattenbankensystem vernetzt, indem sie ihrerseits dessen Akteure und deren Aktivitäten finanzierten, wie es heißt. So hat der Anteil der Assets von Banken in Euroland, deren Gegenpartei ein Schattenbankenakteur im Währungsgebiet sei, von 5,6 % im Jahr 2006 bis auf 9,4 % im Jahr 2011 stetig zugenommen. 2017 habe sich dieser knapp über 8 % stabilisiert, wie der Risikorat mitteilt.

Insgesamt hat sich das Volumen des Schattenbankensektors im vergangenen Jahr kaum geändert, wie das ESRB weiter berichtet. Die Aktiva im Finanzsektor außerhalb von Banken, Versicherern, Pensionsfonds und zentralen Kontrahenten in der EU nahmen demnach im vergangenen Jahr um 0,1 % auf 42,3 Bill. Euro ab. In Euroland haben diese derweil um 1,2 % auf 33,8 Bill. Euro zugenommen. Diese Zahlen stünden im Kontrast zu den Jahren 2012 bis 2015, in denen das Schattenbankensystem in einer durchschnittlichen Rate von jährlich 8,6 % gewachsen sei und damit das Bankensystem und den Finanzsektor insgesamt deutlich hinter sich gelassen habe, berichtet das Risiko-Board. Der EU-Schattenbankensektor hatte 2017 einen Anteil von 40 % am gesamten EU-Finanzsystem. Dieses dehnte sich dank wachsender Bilanzsummen von Banken um 0,9 % aus.

 
Börsen-Zeitung, 11.09.2018, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 174, Seite 3, 439 Wörter

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