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Redaktion

Immobilien von HBC in Deutschland bei Fusion mit 3,25 Mrd. Euro bewertet
Kaufhof
Quelle: Kaufhof

cru Düsseldorf - Die Fusion der Warenhausketten Kaufhof und Karstadt soll den Eigentümern nennenswerte Einsparungen bringen. Der kanadische Kaufhof-Eigner HBC (Hudson's Bay Company) wolle durch den Zusammenschluss Synergien heben und die Profitabilität steigern, sagte Vorstandschefin Helena Foulkes in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die HBC-Aktie stieg in Toronto um 10 %. Auf die Fusion hat sich HBC am Dienstag nach monatelangen Verhandlungen mit dem Karstadt-Eigner und Immobilieninvestor René Benko geeinigt. Strategisches Ziel sei es, "das Einzelhandelsgeschäft im digitalen Zeitalter" zukunftsfähig zu machen. Der Vertrag ist unterschrieben, grünes Licht vom Kartellamt fehlt noch.

Aus der Fusion entsteht ein neuer Warenhauskonzern mit 243 Standorten in Innenstädten in Deutschland und Benelux sowie 32 000 Beschäftigten, rund 5,4 Mrd. Euro Umsatz und einem nicht genau bezifferbaren Verlust von zunächst voraussichtlich rund 100 Mill. Euro 2018. Zum gemeinsamen Unternehmen, das zu 50,01 % der Signa-Holding und zu 49,99 % HBC gehört, zählt neben Galeria Kaufhof und Karstadt Warenhaus, das seit 2014 Benko gehört, das Einzelhandelsgeschäft von HBC Europe mit Saks Off 5th und Galeria Inno in Belgien. Sitz des Joint Ventures wird voraussichtlich Köln, wo Kaufhof seine Zentrale hat. Ob das die Schließung der Karstadt-Zentrale in Essen bedeutet, ist offen. Zur Kostensenkung wird ein Sanierungstarifvertrag mit den Beschäftigten von Kaufhof angestrebt, wie ihn Karstadt bereits ausgehandelt und dadurch wieder schwarze Zahlen erreicht hat.

Von den Eigentümern erhält das neue Unternehmen eine Kapitalspritze von 400 Mill. Euro. Die operative Führung übernimmt Karstadt-Sanierer Stephan Fanderl. HBC und Signa teilen sich sechs Aufsichtsratsposten. Die HBC-Immobilien in Deutschland, an denen Signa 50 % erwirbt, werden bei dem Deal mit 3,25 Mrd. Euro bewertet. HBC fließen nach eigenen Angaben netto 411 Mill. Euro zu. Signa wurde bei dem Deal von der US-Investmentbank Citi beraten.

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Börsen-Zeitung, 12.09.2018, Autor Christoph Ruhkamp, Düsseldorf, Nummer 175, Seite 1, 293 Wörter

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