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Redaktion

200 Mrd. Euro bei Danske Bank verdächtig - CEO Borgen nimmt den Hut

dz/fir/kaz - Der Geldwäsche-Skandal bei Dänemarks größtem Kreditinstitut Danske Bank hat am Mittwoch eine neue Dimension erreicht. Wie ein Untersuchungsbericht zutage gefördert hat, stehen "verdächtige Zahlungen" von bis zu 200 Mrd. Euro im Raum. Tausende von fragwürdigen Kunden haben demnach in den Jahren 2007 bis 2015 Finanztransaktionen in diesem Volumen über die Danske-Niederlassung in der estnischen Hauptstadt Tallinn abgewickelt. Es wäre einer der größten Geldwäscheskandale in Europa.

Die Strafzahlungen könnten bis zu 4 Mrd. dkr (536 Mill. Euro) erreichen, sagte der für die Finanzgesetzgebung zuständige Gewerbeminister Rasmus Jarlov gestern Abend nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass der Gewinn aus den möglichen Geldwäschetransaktionen etwa 1,5 Mrd. dkr (201 Mill. Euro) beträgt.

Thomas Borgen, seit 2013 Chief Executive Officer des Instituts, kündigte seinen Rücktritt an. Er wolle sich seiner Verantwortung stellen und damit in der aktuellen Situation "das Richtige" tun, allerdings noch so lange im Amt bleiben, bis die Nachfolge geregelt sei, hieß es in einer Mitteilung. "Es ist klar, dass die Danske Bank versäumt hat, im Falle der möglichen Geldwäsche in Estland ihren Verpflichtungen nachzukommen", teilte Borgen mit. "Das bedauere ich zutiefst."

"Ich teile seine Gefühle und respektiere seine Entscheidung, der ich zustimme", erklärte Danske-Chairman Ole Andersen, dessen Rücktritt nach Erwartung im Markt nurmehr eine Frage der Zeit sein dürfte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Geldhaus. Der Geldwäsche-Skandal hatte das Institut bereits vor einem knappen halben Jahr zu personellen Umstrukturierungen bewogen. Einen Tag nach dem Rücktritt des für das internationale Geschäft verantwortlichen Vorstandsmitgliedes Lars Morch, in dessen Zuständigkeitsbereich auch das Geschäft in Estland fiel, hatte Danske Bank den Vorstand um vier Mitglieder erweitert.

Danske-Aktien haben seit Jahresbeginn mehr als 30 % ihres Wertes verloren. Am Mittwoch gingen sie an der Kopenhagener Börse mit einem Kurs von 169 dkr 3,3 % tiefer aus dem Handel.

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Börsen-Zeitung, 20.09.2018, Autor dz/fir/kaz, Nummer 181, Seite 1, 304 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2018181001&titel=Geldwaesche-Skandal-erreicht-neue-Dimension
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