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Redaktion

Ausverkauf insbesondere bei Technologiewerten - Wall Street sehr schwach

ku Frankfurt - Ein am Mittwochnachmittag einsetzender Ausverkauf am Aktienmarkt hat den Dax auf den niedrigsten Stand seit Februar 2017 gedrückt. Der deutsche Leitindex sackte um 2,2 % auf 11 713 Punkte ab. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Index damit bereits 9,3 % eingebüßt. Schwäche zeigten auch andere Blue-Chip-Indizes. Der Euro Stoxx 50 gab um 1,5 % auf 3 273 Zähler nach, der französische Leitindex CAC 40 um 2,1 %. Der spanische Ibex 35 hielt sich mit einem Minus von 1,1 % noch vergleichsweise gut. Der Mailänder FTSE MIB gab jedoch um 1,7 % nach, der österreichische ATX um 2,4 %.

Ausgelöst wurden die starken Verluste am europäischen Aktienmarkt durch einsetzende Verkäufe am US-Aktienmarkt, die insbesondere Technologietitel betrafen. Im frühen Handel an der Wall Street büßte der Benchmark-Index S&P 500 rund 1,9 % ein, der Dow Jones 1,9 % und der Nasdaq Composite gar 2,4 %. Dementsprechend kamen auch diesseits des Atlantiks die Technologiewerte unter die Räder. Dax-Aufsteiger Wirecard setzte seine Achterbahnfahrt fort und verzeichnete nach den starken Gewinnen des Vortags einen erneuten Kurssturz um 14,2 %. Infineon gaben um 4,4 % nach und SAP um 4,9 %. Im TecDax zeigten sich diejenigen Aktien besonders schwach, die in den vergangenen Monaten und Jahren stark zugelegt hatten. So sackten Isra Vision um 8,7 % ab, Jenoptik um ebenfalls 8,7 %, Nemetschek um 7,8 % und Evotec um 6 %. Der TecDax verzeichnete ein Minus von 4,3 %. Gemieden wurden aber auch die Hersteller von Luxusgütern. So verloren LVMH in Paris 7,1 % und Kering sogar 9,6 %.

Was die Verluste an Wall Street auslöste, war laut Händlern nicht unmittelbar zu erkennen. Einige verwiesen auf den Finanzstabilitätsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), der darin vor Turbulenzen an den Finanzmärkten gewarnt hatte. Andere Beobachter merkten an, dass sich der S&P 500 nun schon den vierten Tag in Folge unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts aufgehalten habe. Dieser Wert gilt als ein wichtiger Indikator für kurzfristige Tendenzen am Aktienmarkt.

Die allgemeine Risikoaversion zeigte sich auch darin, dass sich die Renditen italienischer Staatsanleihen am Abend wieder leicht nach oben bewegten. Der Euro zeigte sich hingegen fest und kletterte um 0,5 % auf 1,1541 Dollar. Trotz des schwierigen Marktumfelds platzierte Irland seine erste grüne Staatsanleihe, die am Markt auf große Resonanz traf.

- Berichte Seiten 13 und 14

Börsen-Zeitung, 11.10.2018, Autor Dieter Kuckelkorn, Frankfurt, Nummer 195, Seite 1, 375 Wörter

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