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Redaktion

KOMMENTAR - MARKTTURBULENZEN
Die jüngsten Verluste an der Wall Street und in der Folge in Europa haben die Märkte quasi aus heiterem Himmel getroffen. Die meisten Analysten zeigten sich für Aktien zunächst weiter zuversichtlich, auch wenn fast allen Beobachter klar ist, dass sich die bereits seit 2009 laufende Rally in ihrem Endstadium befindet. Bislang blieb die Volatilität an den Aktienmärkten aber gering, was eine ausgeprägte Sorglosigkeit der Anleger signalisierte. In derartigen Konstellationen werden die Märkte meist besonders hart getroffen.

Während der Auslöser der aktuellen Verluste nicht eindeutig zu erkennen ist, sind die Ursachen jedoch relativ klar. Es sind einerseits die hohen Bewertungen am US-Aktienmarkt vor den Hintergrund eines nachlassenden Gewinnwachstums und andererseits die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. In den USA hat die Trump'sche Steuerreform die Gewinne der Unternehmen zwar stark nach oben getrieben. Da es sich jedoch bei derartigen Maßnahmen in der Regel um einen Einmaleffekt handelt, droht nun auf den Höhenflug der US-Indizes die Katerstimmung zu folgen, da sich das Gewinnwachstum merklich abflacht.

Wenn dies noch in einer Phase geschieht, in der die Fed an der Zinsschraube dreht, ist das Unheil meist nicht mehr weit. Schaut man sich die Historie an, so fällt auf, dass die Börsencrashs von 1987, ab 1999/2000 und ab 2007/08 in Zeiträume steigender US-Leitzinsen gefallen sind oder kurz nach dem Ende der Zinsanstiege erfolgten.

Es sind also nicht nur die Emerging Markets, die unter Fed-Leitzinsanhebungen leiden. Denn angesichts der hohen Verschuldung vor allem im amerikanischen Unternehmenssektor erweisen sich auch US-Aktien als hoch anfällig - mit Ausstrahlungen in fast alle anderen Weltregionen, obgleich die Bewertungen beispielsweise in Europa längst nicht so hoch sind wie in den USA.

Auch wenn Präsident Donald Trump die US-Notenbanker für verrückt erklärt, der Versuch einer Normalisierung der US-Geldpolitik ist sicher nicht falsch - mit Blick auf kommende Finanzkrisen, für die die Notenbanken neue Munition benötigen. Allerdings ist jetzt zu erwarten, dass die Fed mit Blick auf Kollateralschäden noch vorsichtiger wird. Ein Blick auf die Entwicklung der Fed Funds Rate seit 1980 macht deutlich, dass mit jedem neuen Zinszyklus der den Märkten zumutbare höchste US-Leitzins stetig kleiner wurde. Ob es bei den von der amerikanischen Notenbank aktuell anvisierten 3,9 % bleiben kann, darf bezweifelt werden.


 
Börsen-Zeitung, 12.10.2018, Autor Dieter Kuckelkorn, Nummer 196, Seite 1, 357 Wörter

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