Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 10.782,50+0,55% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.517,75+0,17% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.053,00+0,35% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 24.326,00-0,54% Gold: 1.245,55+0,20% EUR/USD: 1,1333+0,09%
Redaktion

Managerin von Huawei festgenommen - Dax fällt unter 11 000 Punkte - Anleger steuern sichere Häfen an

kjo/sp Frankfurt/New York - Die überraschende Festnahme einer Spitzenmanagerin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei in Kanada hat an den Finanzmärkten die Furcht vor einer neuerlichen Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China entfacht. Weltweit gingen die Aktienmärkte auf Talfahrt, und es kam zu einer Flucht in sichere Häfen. Der deutsche Leitindex Dax fiel erstmals seit zwei Jahren unter die Marke von 11 000 Zählern und beendete den Handel bei 10 811 Punkten mit einem Abschlag von 3,5 %. Das Tagestief markierte der Dax mit 10 762 Zählern. Der Euro Stoxx 50 Index sackte um 3,3 % auf 2 807 Punkte ab. An den europäischen Aktienmärkten lag das Minus zumeist im Bereich von 3 bis 3,5 %. An der Wall Street lagen der Dow Jones Industrial Average und der S & P 500 rund 1,5 % im Minus und rutschten auch auf Jahressicht zurück in die Verlustzone.

Der Wochenauftakt war an den Märkten noch freundlich verlaufen, nachdem US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping am Wochenende zumindest atmosphärisch für Entspannung im Handelsstreit der größten Volkswirtschaften gesorgt hatten. Doch die Hoffnungen auf eine weitere Annäherung und eine Lösung des Konflikts in den für die nächsten 90 Tage vereinbarten Gesprächen schwinden rapide.

Jüngster Rückschlag ist die Verhaftung von Meng Wanzhou, der Finanzchefin von Huawei, die auf Drängen von Washington bereits am Wochenende in Kanada festgenommen wurde und an die USA ausgeliefert werden soll, wie jetzt bekannt wurde. Die US-Regierung wirft Huawei Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vor. Peking reagierte mit Protesten auf die Festnahme und forderte sowohl Kanada als auch die USA auf, ihr "Fehlverhalten" zu korrigieren.

Huawei wird in den USA schon lange kritisch beäugt. Bereits 2012 kam der US-Kongress zu dem Schluss, dass die Technologie des Konzerns der chinesischen Regierung zu Spionagezwecken dienen könnte. Zuletzt hat die US-Regierung Verbündete wie Deutschland aufgefordert, keine Geschäfte mehr mit dem weltgrößten Netzwerkausrüster zu machen, der sich mittlerweile auch zu einem Konkurrenten von US-Chipherstellern wie Nvidia, Intel und Qualcomm aufgeschwungen hat.

Die Kursverluste an den Aktienmärkten nahmen die Anleger zum Anlass, ihre Gelder in die sicheren Häfen umzuleiten. Davon profitierten auch Bundesanleihen. Die zehnjährige Bundrendite fiel bis auf das Tagestief von 0,22 % und war mit dem am 29. Mai erreichten Jahrestief von 0,19 % auf Tuchfühlung. Zum Schluss lag die Rendite bei 0,23 % nach 0,27 % am Vortag.

Ölpreis unter Druck

Spekulationen auf eine Förderkürzung durch die Opec setzten dem Ölpreis zu. Das Ölkartell konnte sich in Wien nach Angaben der saudi-arabischen Regierung aber noch nicht auf eine Förderkürzung einigen. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete 59,48 Dollar und damit 3,4 % weniger als am Vortag.

- Kommentare auf dieser Seite

- Bericht Seite 9

- Personen Seite 16

Börsen-Zeitung, 07.12.2018, Autor kjo/sp Frankfurt/New York, Nummer 236, Seite 1, 441 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2018236005&titel=Aktienmaerkte-weltweit-auf-Talfahrt----Angst-vor-Eskalation-im-Handelsstreit
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Kapitalmärkte
Themendossiers zu Kapitalmärkte
Länderratings
Neue Produkte
Zusatztabellen zur Analyse "Geld oder Brief"


Termine des Tages
Mittwoch, 12.12.2018

Ergebnisse
British American Tobacco: 4. Quartal Trading Update
Inditex: 3. Quartal

Presse- und Analystenkonferenzen
Axel Springer: Kapitalmarkttag
Claas: Bilanz-PK
Credit Suisse: Investorentag, London
Vonovia: Investorentag

Hauptversammlungen
Linde AG (ao.)

Sonstiges
Bafin: Fachtagung Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung




























21

0.166218 s