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Redaktion

Krautscheid ruft London zum Einlenken auf - "Offene Posten" bei Datenschutz

wf Berlin - Die privaten Banken fühlen sich auf den Ausstieg Großbritanniens aus der EU ausreichend vorbereitet, selbst wenn es zu einem harten Brexit kommt. "Wir sind im Moment sicher, dass wir die laufenden Geschäfte hinreichend abgeklopft haben", sagt Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands BdB, zum Jahresauftakt vor der Presse in Berlin. "Da sorgen wir uns nicht." Der Verband habe die Institute allerdings von Anfang an auf den schlimmsten Fall vorbereitet, auf einen Ausstieg ohne Übergangsregelung, machte Krautscheid deutlich. "Für die Banken gilt: Alles andere als die Vorbereitung auf einen harten Brexit wäre unverantwortlich." Die britische Politik rief der BdB auf, den Ausstiegsvertrag zu akzeptieren. "Stimmt dem zu, was auf dem Tisch liegt", appellierte Krautscheid an die Briten. "Ewas Besseres wird es nicht geben."

Die erforderlichen gesetzlichen Reglungen für den Brexit sind aus Sicht des Bankenverbandes geschaffen worden oder auf dem Weg dahin. Bundesregierung, EU-Kommission, Finanzaufsicht BaFin und Europäische Zentralbank hätten für die nötigen Vorgaben gesorgt, konstatierte Krautscheid. Dies gelte auch für den "Worst Case" eines harten Brexit. Zentral seien die Bedingungen für das Clearing von Derivaten in London, die für das Bestandsgeschäft fortgelten sollen. Offene Posten gebe es noch beim Datenschutz. Bislang werden Krautscheid zufolge jede Nacht Hunderte Millionen Datensätze allein zwischen London und Deutschland ausgetauscht.

Der Verbandsgeschäftsführer würdigte ausdrücklich die Lockerung des Kündigungsschutzes für Spitzenverdiener in der Finanzbranche als "sehr sinnvoll". Dieser Punkt habe internationale Banken stets irritiert. Im Zuge des Zuzugs von Banken an den Finanzplatz Frankfurt durch den Brexit werde der BdB dort seine Präsenz ausbauen, sagte Krautscheid. Der Verband sei als Dienstleister gefragt.

2019 setzt der Verband auf ein handlungsfähiges Europäisches Parlament und mehr europäische Integration. Hauptgeschäftsführer Christian Ossig mahnte einen europäischen Finanzbinnenmarkt und die Kapitalmarktunion an. Nur so gebe es echte Wachstumschancen.

- Bericht Seite 3

Börsen-Zeitung, 11.01.2019, Autor Angela Wefers, Berlin, Nummer 7, Seite 1, 289 Wörter

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