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Redaktion

KOMMENTAR - GROSSBANKEN
Deutsche Bank an der Dax-Spitze, Deutsche Bank am Dax-Ende. Desgleichen Commerzbank im MDax. Fusionsfantasie rein, Fusionsfantasie raus. Sicher gibt es auch mal andere kursbewegende Faktoren, aber das fast tägliche Wechselspiel macht deutlich: Der Markt ist mit Blick auf die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Frankfurter Großbanken hin- und hergerissen. Was Wunder! Die Meinungsbildung über Sinn oder Sinnlosigkeit der Kombination "Blau-Gelb" unterliegt ja selbst seitens der direkt Betroffenen einer hohen Volatilität.

Horcht man in jene Instanzen hinein, die zwar die Unabhängigkeit der unternehmerischen Entscheidung betonen, aber am Ende ein gewichtiges Wort mitzureden haben, Aufsichtsbehörden zum Beispiel, ist beim Abwägen der Pros und Kontras die gleiche Unsicherheit zu vernehmen. Keiner mag sich in die eine oder die andere Richtung festlegen, schon gar nicht will jemand als Kronzeuge für das Für oder das Wider herhalten. Auch in mancher Zeitung sind übrigens beträchtliche Kursschwankungen zwischen dem dringlichen Ruf nach einer angeblich überfälligen Konsolidierung und ausgeprägter Konsolidierungsskepsis festzustellen. Die jetzt wieder verstärkt kolportierte Idee, die Deutsche Bank könne doch lieber eine Liaison mit einem Haus im europäischen Ausland eingehen, macht die Entscheidungsfindung kein bisschen leichter.

Helfen kann vielleicht, dass bei aller Imponderabilität über einige Punkte doch weithin Einigkeit besteht. Etwa darüber, dass eine Fusion von Großbanken - das lehrt die Erfahrung - erstens mit einem extrem hohen Umsetzungsrisiko verbunden ist. Unvermeidbar wäre zweitens der Abbau Zehntausender Stellen. Dafür muss erst mal jemand die unternehmerische und die politische Verantwortung tragen wollen. Drittens weiß niemand, ob jenseits der zweifellos bedeutenden Kostensynergien (für Ertragssynergien ist das nicht so klar) ein fusioniertes Institut auch strategisch und geschäftspolitisch überhaupt besser im Wettbewerb aufgestellt wäre als jede Bank für sich. 1 + 1 ergäbe hier eher weniger als 2.

Zu denken geben muss den potenziellen Partnern ferner, dass viele Konkurrenten - öffentliche Banken, Kreditgenossen, Auslandsbanken - in der Hoffnung auf eine Fusion von Deutscher und Commerzbank schon den Champagner kaltgestellt haben. Denn darüber besteht zumindest außerhalb von "Blau" und "Gelb" Konsens: Das vereinte Haus wäre derart mit seiner Restrukturierung ausgelastet, dass es sich für lange Zeit vom Markt verabschieden würde.


Börsen-Zeitung, 18.01.2019, Autor Bernd Wittkowski, Nummer 12, Seite 1, 337 Wörter

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