Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.276,50+0,02% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.853,00-0,23% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.494,00+0,26% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 27.310,00+0,40% Gold: 1.441,52-0,10% EUR/USD: 1,1262+0,01%
Redaktion

Grundsatzeinigung in Gespräch bei der Bankenaufsicht - Mandat für Schleweis

ski Frankfurt - Die Bemühungen um die Rettung der Nord/LB sind am Dienstag einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Nach Informationen der Börsen-Zeitung ist in einem von mehreren Beteiligten als "sehr konstruktiv" empfundenen Gespräch bei der EZB-Bankenaufsicht eine Beteiligungslösung der Sparkassen-Finanzgruppe in Reichweite gerückt.

Die Hannoveraner Landesbank braucht eine Kapitalzufuhr von rund 3,5 Mrd. Euro. Nach dem derzeitigen Stand der Gespräche werden die mit gut 59 % beziehungsweise knapp 6 % an der Nord/LB beteiligten Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt den deutlich größeren Teil dieser Summe stemmen müssen. Die zweite, kleinere Hälfte teilt sich auf drei unterschiedlich hohe Tranchen auf, die zum einen die Sparkassenträger der Nord/LB, das sind die Sparkassen aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, und zum anderen die Sicherungseinrichtungen erstens der Sparkassen und zweitens der Landesbanken aufbringen sollen. Das heißt, die Landesbanken und Sparkassen aus anderen Regionen werden sich nicht direkt an der Nord/LB beteiligen.

Am Montag hatte in Berlin ein Krisentreffen von Sparkassenverbandspräsidenten und Landesbankchefs stattgefunden, bei dem keine konkreten Beschlüsse gefasst wurden. Am Dienstagnachmittag musste dann ein ähnlich zusammengesetzter Kreis bei der EZB-Bankenaufsicht antreten und Lösungsideen präsentieren. Das Gespräch sei wie schon jenes am Vortag von allen Seiten sehr konstruktiv geführt worden, hieß es anschließend. Helmut Schleweis, der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), sei im Ergebnis mit einem sehr breiten Mandat ausgestattet worden, die Lösung in der beschriebenen Form voranzutreiben.

Es gehe allein um eine Aktion der Bundesländer und der Sparkassen-Finanzgruppe, war weiter zu erfahren. Eine Beteiligung privater Investoren sei nicht vorgesehen. Interesse an der Nord/LB haben bekanntlich mehrere Finanzinvestoren gezeigt, darunter Cerberus und Centerbridge. Ob diese Adressen mit der nun getroffenen Grundsatzeinigung ganz aus dem Rennen sind oder noch für eine Übernahme maroder Schiffskredite in Frage kommen, blieb zunächst offen. Die Bankenaufsicht scheint dem Braten noch nicht ganz zu trauen. Sie fordert dem Vernehmen nach die Vorlage einer Art Zerschlagungsplan für den Fall, dass die nun in Aussicht genommene Beteiligungslösung doch nicht zustande kommen sollte. Eine Konkretisierung der Grundsatzeinigung erwarten informierte Kreise im Februar. Die Bankenaufsicht zeigt sich allem Anschein nach geduldig.

Eine Fusion von Nord/LB und Helaba, über die in zwei Anläufen wochenlang verhandelt worden war und die nach den Plänen von Schleweis die Vorstufe zur Schaffung einer "Superlandesbank" werden sollte, steht nicht mehr zur Debatte. Dieses Thema sei "mausetot", sagte ein Teilnehmer des Gesprächs in der EZB.

Börsen-Zeitung, 23.01.2019, Autor Bernd Wittkowski, Frankfurt, Nummer 15, Seite 1, 380 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019015003&titel=Beteiligungsloesung-fuer-Nord/LB-rueckt-naeher
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Banken & Finanzen
Themendossiers zu Banken & Finanzen


Termine des Tages
Freitag, 19.07.2019

Ergebnisse
American Express: 2. Quartal
BB Biotech: 2. Quartal
BlackRock: 2. Quartal
Fortum: 2. Quartal
Saab: 2. Quartal
Sartorius: 2. Quartal
Schlumberger: 2. Quartal
State Street: 2. Quartal
Stora Enso: 2. Quartal
Vattenfall: 2. Quartal

Hauptversammlungen
VTB Bank




























22

0.137201 s