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Die Ausgabe Nr. 78 der Börsen-Zeitung erscheint am Mittwoch, dem 24. April 2019.
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Redaktion

Vergütungspraxis divergiert stark - Commerzbank-Vorstand erhält 9 Mill. Euro

bn Frankfurt - Deutscher Bank und Commerzbank droht im Falle einer Fusion ein Kulturschock in der Frage der Vergütung, wie ein Vergleich der Geschäftsberichte nahelegt. Wie aus dem am Mittwoch publizierten Vergütungsbericht der Commerzbank hervorgeht, hat deren siebenköpfiger Vorstand 2018 mit Boni und Nebenleistungen insgesamt 8,8 Mill. Euro erhalten. Das sind 200 000 Euro mehr als Garth Ritchie, Investment-Banking-Chef des größeren Wettbewerbers, im vergangenen Jahr allein kassiert hat.

Während der Commerzbank-Vorstand insgesamt 24 % weniger als für 2017 erhielt, strich die neunköpfige Führungsspitze der Deutschen Bank knapp 90 % mehr ein, und zwar insgesamt 56 Mill. Euro. Einem Vorstandsmitglied wurden für 2018 somit im Mittel bei der Deutschen Bank 6,2 Mill. Euro zuerkannt, bei der Commerzbank 1,25 Mill. Euro.

Das Ungleichgewicht ist nicht auf die Vorstandsetagen begrenzt. So fielen je Vollzeitkraft in der Deutschen Bank samt Fixgehalt und Boni im Mittel rund 130 000 Euro an Vergütung an, in der Commerzbank mit rund 69 000 Euro gerade einmal gut die Hälfte. Gleichwohl hat die Commerzbank 2018 mit etwa einem Drittel des Ertrags sowie der Bilanzsumme der Deutschen Bank vor Steuern nur gut 6 % weniger an Ergebnis als die Deutsche Bank hereingeholt.

Bei Headhuntern werden angesichts solcher Relationen Zweifel geäußert, was die Kompatibilität der Banken angeht: "Weiter voneinander entfernt können die Kulturen eigentlich kaum sein", meint etwa Tim Zühlke, Partner Finance bei Fred Executive Search. Eine Fusion beider Häuser würde deren Mitarbeiter auf Jahre beschäftigen: "Dies ist keine Motivation zur Outperformance." Unterdessen wartet der Markt auf das Ergebnis der bereits angelaufenen Due Diligence. Auf einer Veranstaltung im liechtensteinischen Vaduz erklärte Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner, das Institut werde bis zur Veröffentlichung von Quartalszahlen am 26. April ein Update zu den Gesprächen mit der Commerzbank geben.

Betriebsrat protestiert

In der Commerzbank wächst derweil der Widerstand gegen eine mögliche Fusion. So hat der Gesamtbetriebsrat des Instituts vom Vorstand den Abbruch der Gespräche gefordert. "Es ist an der Zeit, den Schaden jetzt zu begrenzen", heißt es in einer "Protestnote" des Gremiums, aus dem die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch zitierte. Wie Commerzbank-Chef Martin Zielke im Geschäftsbericht schreibt, erwartet das Haus 2019 "unter dem Strich ein leicht höheres Konzernergebnis als im Vorjahr".

- Bericht Seite 3

Börsen-Zeitung, 28.03.2019, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 61, Seite 1, 356 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019061007&titel=Grossbanken-droht-Kulturschock
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