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Redaktion

KOMMENTAR - US-BANKEN
Die US-Banken haben zum Jahresauftakt kräftig Geld verdient. Rund 20 Mrd. Dollar Gewinn stehen nach den ersten drei Monaten allein bei den Schwergewichten J.P. Morgan Chase, Citi und Wells Fargo zu Buche. Der Branchenprimus schaffte mit mehr als 9 Mrd. Dollar den bisher größten Quartalsgewinn einer US-Bank überhaupt. Aber auch Citi und Wells Fargo haben mit ihren Ergebniszuwächsen die Erwartungen übertroffen, die in den vergangenen Wochen allerdings deutlich zurückgenommen wurden.

Goldman Sachs schaffte es unter dem Strich ebenfalls über die Analystenschätzungen. Der Gewinn der Investmentbank ist wegen des branchenweit schwächelnden Geschäfts im Handel mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren aber um mehr als ein Fünftel eingebrochen. Die Flaute, vor der die Wall-Street-Banken seit Wochen unisono gewarnt hatten, dürften Bank of America und Morgan Stanley, die heute und morgen ihre Ergebnisse nachreichen, ebenfalls gespürt haben. Doch Goldman Sachs ist im Vergleich zur Konkurrenz auch zehn Jahre nach der Finanzkrise besonders stark vom Handel abhängig.

Das ist ein Teil des Vermächtnisses von Lloyd Blankfein, der die Bank vor allem gestützt auf den Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen zeitweise zur profitabelsten Adresse an der Wall Street machte. Auf dem Höhepunkt 2009 trug dieses Geschäft mehr als 20 Mrd. Dollar und damit rund die Hälfte der Erträge bei. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 5 Mrd. Dollar oder ein Zehntel der Erträge von Goldman Sachs.

Der neue CEO, David Solomon, der die Verantwortung im Herbst übernommen hat, stellt alle Segmente auf den Prüfstand, wobei der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren besonders im Fokus steht. Die Vorgabe sieht ähnlich wie bei Morgan Stanley aus, die das Geschäft in den vergangenen Jahren sukzessive verschlankt und profitabler gemacht hat. Parallel dazu setzt Solomon mit Goldman Sachs auf den Ausbau ihrer noch jungen Verbrauchersparte.

Das Geschäft mit Einlagen und Krediten der nach dem Firmengründer Marcus Goldman benannten Online-Bank "Marcus" hat im ersten Quartal 835 Mill. Dollar und damit 51 % mehr als im Vergleichszeitraum zu den Nettozinserträgen beigetragen. Eine Kreditkarte, die die Bank zusammen mit Apple auf den Markt bringt, soll für zusätzliches Wachstum sorgen. Der Nettozinsertrag von J.P. Morgan, deren Erträge im Handel zum Auftakt ebenfalls eingebrochen sind, lag im ersten Quartal bei rekordhohen 14,5 Mrd. Dollar.


Börsen-Zeitung, 16.04.2019, Autor Stefan Paravicini, Nummer 74, Seite 1, 357 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019074005&titel=Marcus-und-Goliath
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