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Redaktion

wb Frankfurt - Kunden der Deutschen Post müssen für das Briefporto von Juli an tiefer in die Tasche greifen. Die Bundesnetzagentur hat jetzt einen Preiserhöhungsspielraum von 10,6 % über alle regulierten Produkte hinweg zugelassen. Damit könnte ein Standardbrief statt 70 künftig 90 Cent kosten, doch hat die Post noch nicht entschieden, wie sie einzelne Produkte verteuert. Betroffen sind zunächst die Einzelsendungen von Privatleuten; deren Anteil an der Gesamtmenge liegt bei etwa 15 %. Im vorigen Jahr waren es etwa 1,15 Milliarden Sendungen von Verbrauchern. Der Dax-Konzern, an dem die staatliche KfW größter Aktionär ist, trägt mehr als 80 % der Briefe hierzulande aus. Der durchschnittliche Haushalt zahlt bisher 2,34 Euro pro Monat für Porto.

Die Erhöhungen werden direkt ertragswirksam. CEO Frank Appel peilt für 2020 ein Betriebsergebnis von mindestens 5 Mrd. Euro an nach 3,2 Mrd. Euro 2018. Im laufenden Jahr soll die Sparte Post & Paket Deutschland 1,0 Mrd. bis 1,3 Mrd. Euro verdienen.

- Wertberichtigt Seite 6

- Bericht Seite 7

Börsen-Zeitung, 19.04.2019, Autor Walther Becker, Frankfurt, Nummer 77, Seite 1, 161 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019077002&titel=Deutsche-Post-darf-das-Porto-deutlich-erhoehen
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