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Redaktion

Spitzenbanker zeigen bei Retail-Bankentag Schwächen von Online-Strategien auf

fir/jsc Frankfurt - Filialen nehmen nach Ansicht von prominenten Vertretern der drei Säulen der Kreditwirtschaft auch künftig einen wichtigen Platz ein. Online-Kontakte allein reichten nicht zur Kundenbindung, machten Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), sowie Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), am Donnerstag beim 17. Internationalen Retail-Bankentag der Börsen-Zeitung deutlich. Schleweis wies etwa darauf hin, dass viele Menschen nur deshalb Sparkassenkunde geworden seien, weil sie eine Filiale in ihrer Nähe wüssten. Kolak zeigte sich überzeugt, dass Kunden auch in Zukunft menschliche Berater bevorzugten, ungeachtet aller Diskussionen über künstliche Intelligenz.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Andreas Krautscheid, mahnte die Branche im Angesicht der Konkurrenz der Gafas, also Google, Amazon, Facebook und Apple, eine aktivere Rolle einzunehmen und ein umfangreicheres Angebot zu unterbreiten. "Wir müssen mehr bieten, als nur das zu digitalisieren, was wir heute schon haben." Schleweis warnte davor, die Bedürfnisse vieler Menschen außer Acht zu lassen, wenn zu sehr auf Digitalisierung gestarrt werde. Er gab zu bedenken, dass längst nicht alle Bürger digitalaffin seien. "Online allein wird deshalb nicht reichen, wenn man sich an alle Menschen gleichermaßen wenden will." Mit Blick auf die Verbreitung von Smartphones zeichnen die Vertreter verschiedener Banken ein gemischtes Bild: So berichtet die Postbank von einer geringen Nutzung des Mobile Bankings und erwartet insbesondere für alltägliche Zahlungen in absehbarer Zukunft keinen Durchbruch, wie Susanne Klöß skizzierte, die im Konzern der Deutschen Bank das Privatkundengeschäft der Postbank verantwortet. Von einer Explosion spricht hingegen Bernd Geilen, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der ING in Deutschland. Die Zahl der Kundenkontakte über das Smartphone nehme bei der Bank, die vielen noch als ING-DiBa bekannt ist, rasant zu. Andere Länder seien sogar noch weiter. "In Deutschland sind wir extrem spät dran."

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Börsen-Zeitung, 24.05.2019, Autor fir/jsc Frankfurt, Nummer 99, Seite 1, 291 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019099001&titel=Die-Filiale-als-Wettbewerbsvorteil
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