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Redaktion

ADG, ADG Scientific und Business School bieten auf genossenschaftlichen Werten basierende Bildungsangebote

Die Arbeitswelten im 21. Jahrhundert verändern sich durch die Digitalisierung und Change-Prozesse überaus dynamisch. Führungskräfte, die diesen Wandel aktiv gestalten wollen, setzen auf die kontinuierlich lernende Organisation und fördern durch wissenschaftlich fundierte, zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen die Innovationsfähigkeit und nachhaltige wirtschaftliche Zukunft ihrer Unternehmen. Fakt ist: ein zeitgemäßes Tätigkeits-, Lern- und Weiterbildungsverständnis mündet in einer Win-Win-Konstellation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber - und sollte heute integraler Bestandteil jeder Unternehmensstrategie und Personalentwicklung sein.

Für Personal- und Organisationsentwickler besteht kein Zweifel: Ein Ausbildungs- oder Studienabschluss ist heute nur ein Mosaikstein einer jeden persönlichen Berufshistorie. Ein kontinuierlicher Ausbau beruflicher Fähigkeiten und die Notwendigkeit "lebenslangen Lernens" sind als Folge von Digitalisierung sowie Tätigkeits- und Ablaufflexibilisierungen unverzichtbar, um die berufliche Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern zu sichern respektive zu erhöhen. So verändern sich auch die Ansprüche an das System der beruflichen Weiterbildung im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Tradierte Konzepte der Aus- und Weiterbildung werden den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr gerecht.

Das belegt auch eine Anfang 2019 veröffentlichte Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Deutschland im Vergleich mit einer Reihe weiterer Länder einen beträchtlichen Verbesserungsbedarf des Systems der (beruflichen) Weiterbildung attestiert. Defizite bestehen laut OECD-Daten insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Weiterbildungsangeboten, bei der Eignung der Weiterbildung für zukünftigen Qualifikationsbedarf (unter anderem Digitalisierung), bei der Flexibilität der Bildungsofferten und in Bezug auf die Bildungsberatung (Bewertung des eigenen Bildungsbedarfs und Auswahl passender Angebote).

Fakt ist, dass es bereits sichtbare Weiterentwicklungen in der Bildungspolitik gibt. So wird die bisherige strikte Abgrenzung vom System der Eingangsausbildung zum tertiären Bildungssektor (Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien) zunehmend aufgelöst. Ergänzend zeigt sich die berufsbegleitende Vertiefung und Erweiterung fachspezifischer Kenntnisse und Kompetenzen in einer wachsenden Verschränkung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Entscheidender "Mehrwert"

Betrachtet man das Thema "lebenslanges Lernen" aus dem genossenschaftlichen Selbstverständnis heraus, also im Sinne des Fördergedankens von Genossenschaften, dann gilt es heute mehr denn je, Menschen sinnstiftende Weiterbildungsangebote anzubieten. Sich kontinuierlich beruflich weiterzubilden, bringt nicht nur individuelle Vorteile für die eigene Karriereplanung, für das berufliche Fortkommen und Ausschöpfen der individuellen Potenziale.

Weiterbildung ist auch ein entscheidender "Mehrwert" für Organisationen und Unternehmen: Wer seinen Mitarbeitern kontinuierlich ermöglicht, berufliche Fähigkeiten auszubauen, fördert Motivation und Arbeitszufriedenheit, was sich wiederum positiv auf die Mitarbeiterproduktivität auswirkt. Berufliche Weiterbildung impliziert somit eine "Win-Win"-Konstellation, in der Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen gleichermaßen den eingebundenen Mitarbeitern und den betreffenden Organisationen zugutekommen, zum Beispiel in Form resultierender Wettbewerbsvorteile.

Ein zeitgemäßes Tätigkeits-, Lern- und Weiterbildungsverständnis ist insbesondere in der von diversen Non- und Near-Banks herausgeforderten Bankenbranche von hohem Interesse. Institute, die nicht nur auf die statischen Ausübungen von Funktionen setzen, sondern Maßnahmen der Weiterbildung als "durchlässig" begreifen, eröffnen ihren Mitarbeitern flexible Entwicklungsmöglichkeiten mit Positionswechseln und ein "Job-Enrichment".

Im Ergebnis können sich Mitarbeiter besser auf Veränderungsprozesse einstellen und sich selbst und ihren Kunden neue Produkt- und Gestaltungsfelder im Bereich der digitalen Transformation oder innovativer Produktangebote erschließen. Auf der Grundlage gezielter Weiterbildung und Förderung neuartiger und bewährter Skills, kann es Banken gelingen, im Wettbewerb namentlich gegen "Fintechs" und deren Angebote - etwa bei Mobile-Banking-Services - zu bestehen beziehungsweise Marktanteile zurückzugewinnen.

Die beachtliche Bedeutung gezielter Weiterbildung wird in den deutschen Genossenschaftsbanken klar erkannt. Mitarbeiter der Genossenschaftsbanken können auf vielfältige Weiterbildungsprogramme und berufliche Qualifikationsmaßnahmen der genossenschaftlichen Qualifizierungsinfrastruktur zurückgreifen, durch die sich fachliche und persönliche Kompetenzen steigern lassen. Diese Weiterbildungsangebote setzen einen Schwerpunkt bei Innovationen und Veränderungsprozessen, bieten aber natürlich ebenso Möglichkeiten, bereits bestehendes Know-how aufzufrischen und zu fundierten Fachkompetenzen zu erweitern.

Der individuelle Weiterbildungserfolg - und damit mittelbar auch der Erfolg für die Organisationen, die diese Entwicklungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter fördern - hängt von verschiedenen personalen und situativen Faktoren nebst ihrer wechselseitigen Beeinflussungen ab. Nach jüngeren Forschungsdaten erweisen sich insbesondere eine intrinsisch geprägte Interessenlage, Freude und Aufgeschlossenheit von Weiterbildungsteilnehmern, aber ebenso rational begründete Überzeugungen und Erwartungshaltungen hinsichtlich des beruflichen beziehungsweise karriereförderlichen Nutzens der fraglichen Weiterbildungsmaßnahme als wichtig.

Dialog und Reflexion

Entscheidend für positiv bewertete berufliche Weiterbildungsmaßnahmen sind neben der Vermittlung transferförderlicher Inhalte und Handlungskompetenzen zur direkten Anwendung im beruflichen Alltag zunehmend Dialog und Reflexion. Immer mehr Führungskräfte schätzen weniger formell organisierte Netzwerkveranstaltungen und Fachdiskussionen als integrale Bestandteile ihrer eigenen Weiterbildungshistorie.

Bei der Einordnung und Bewertung von beruflichen Weiterbildungsveranstaltungen dürfen neben den Aspekten der Teilnehmerzufriedenheit mit Veranstaltungsformaten und -inhalten aber auch Lehr- und Lernverfahren, involvierte Dozenten/Trainer und weitere Rahmenbedingungen nicht außer Acht gelassen werden.

Aktualität im Fokus

Als Führungs- und Managementakademie, die sich ihren genossenschaftlichen Wurzeln und Werten in besonderem Maße verpflichtet sieht, setzt sich die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) für die fachliche, methodische und persönliche Befähigung von Führungskräften und Fortbildungsinteressierten aus Genossenschaftsbanken, aber auch anderen genossenschaftlichen Organisationen und Unternehmen ein und deckt hierbei ein breites Bildungs- und Qualifizierungsangebot ab.

Entscheidend für die ADG, die von dem neugegründeten genossenschaftlichen Forschungsinstitut ADG Scientific - Center for Research and Cooperation (ARC) unterstützt wird, ist es, ihre Führungs-, Management- und Qualifizierungsprogramme, Seminare und weitere, auch individuelle inhouse-begleitete Angebote stets auf aktuelle und für die jeweiligen Banken und Organisationen tatsächlich zukunftsrelevante Bereiche auszurichten. Schwerpunkte bilden dabei die Personal- und Organisationsentwicklung, Management-, Leadership- und Transformationsprozesse.

Nachjustierungen vornehmen

Besonders wichtig ist es der Akademie mit Sitz in Montabaur, Weiterbildungserfolge anhand von Erfahrungen zum Lerntransfer, aber auch anhand der multiperspektivisch abzubildenden Teilnehmerzufriedenheit kontinuierlich zu überprüfen und zu bewerten. Auf Basis dieser wissenschaftlichen Evaluation ist es möglich, das Angebotsspektrum weiter zu optimieren und beispielsweise auch innovationsgetriebene Nachjustierungen vorzunehmen. Im Sinne des für die Ausbildung von Handlungskompetenzen wichtigen Networking-Ansatzes fördert die ADG den Erfahrungs- und Transferaustausch von Führungskräften untereinander sowie die Vernetzung mit praxis- und anwendungsorientierten Wissenschaftlern.

Diese Transfer- und Anwendungsperspektive spielt auch eine entscheidende Rolle im abgestimmten Zusammenspiel der beruflichen Qualifizierungsangebote der Akademie und den akademischen Studienabschlüssen der ADG Business School, die in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule Hochschulstudiengänge anbietet (duale Ausbildung mit entsprechenden Elementen praktischer Berufstätigkeit). Die Studiengänge der ADG Business School zielen auf eine Integration von innovativen Impulsen sowohl aus der Wirtschaft als auch der Praxis ab.

Auch zukünftig soll es durch die intensive Kooperation von ADG, ARC und Business School ermöglicht werden, eine den Entwicklungspotenzialen und Werten genossenschaftlicher Banken und Organisationen entsprechende Angebotsentwicklung sicherzustellen und Führungskräfte auf die zunehmend komplexeren Aufgaben vorzubereiten. Die Bildungs- und Transferforschung des ARC stellt hierbei eine wichtige Stoßrichtung dar. Dieser Forschungsansatz beinhaltet zum einen die Identifikation und Einordnung von Trends und zukunftsweisenden Innovationen, die in den ADG-Angeboten zu berücksichtigen sind. Zum anderen umfasst er ein modernes Weiterbildungs-Controlling, das dazu beiträgt, die Effizienz von Weiterbildungsmaßnahmen unter Beachtung der wirtschaftlichen und sozialen Zielstellungen nachfragender Organisationen zu steigern und deren Anpassungsfähigkeit an Veränderungsprozesse (Umfeld und Binnenstruktur der Organisationen) zu verbessern.

Die Orientierung an Effizienzkriterien sollte aber nicht zu "technokratischen" Erwartungshaltungen führen, bei denen an berufliche Weiterbildung primär die Kriterien der instrumentellen Kontrollierbarkeit und damit "Verwertbarkeit" angelegt werden. Vielmehr teilen ADG, ARC und Business School in ihrer Kooperation wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Bildungsarbeit, wonach diese für die Qualitätsentwicklung und Change-Prozesse in lernenden Organisationen nur dann sinnvoll und erfolgreich sein kann, wenn alle Beteiligten in einem wertschätzenden Dialog auf Augenhöhe Weiterbildungskonzepte im genossenschaftlichen Bildungsverbund bedarfsgerecht gestalten.

Yvonne Zimmermann, Vorstandsvorsitzende der Akademie Deutscher Genossenschaften e.V.

Börsen-Zeitung, 25.05.2019, Autor Yvonne Zimmermann, Vorstandsvorsitzende der Akademie Deutscher Genossenschaften e.V., Nummer 100, Seite B 3, 1125 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019100803&titel=Lebenslanges-Lernen-ist-unverzichtbar-geworden
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