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Redaktion

Weimer: Der echte Shareholder Value entsteht nur langfristig
Deutsche Börse AG

ck Frankfurt - "Der richtige Shareholder Value entsteht nur langfristig." Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Theodor Weimer, in einer Rede auf der 22. DIRK-Konferenz. "Kurzfristige Orientierung am Aktienkurs, so sehr man sich freut, wenn man ihn steigen sieht, heißt gar nichts." Entscheidend sei, ob ein gestiegener Kurs Ergebnis einer langfristigen Shareholder-Value-Orientierung sei oder nicht. "Ich zahle wenig Dividende, weil ich mich auf Growth fokussieren will", sagte Weimer, der einen "Shareholder Value plus" propagierte. Man müsse seine Investoren "erziehen", weil sie eine gewisse Kurzfristigkeit in der Orientierung hätten. Gelegentlich müsse ihnen klargemacht werden, dass man ein lukratives Geschäft nicht mache, weil es kurzfristig Sinn stifte, aber langfristig vielleicht Shareholder Value zerstöre.

Bei seinem Antritt habe er den Aktionären gesagt: "Ihr kriegt zu viel. Ich muss Teile dessen, was ich in die Zukunft investieren muss, aus meinem Unternehmen herausholen. Das darf ich aber nicht ausschütten. Was ich dann aber gemacht habe: Ich habe Kosten gespart und gesagt, für die gesparten Kosten kriegt ihr keine Dividende, dafür investiere ich in Technologie. Eigentlich richtig wäre es, dem Shareholder ganz klar zu sagen: Für das Überleben der Deutschen Börse als Intermediär ist Technologie so wichtig, dass ich jetzt Hunderte Millionen investieren muss, damit ich auch in fünf bis 15 Jahren noch eine Price-Earnings Ratio habe, von der die deutsche Bankenlandschaft nur träumt." Das sei nicht machbar. Denn kaum habe man den Satz ausgesprochen, könne es sein, dass die Verkaufsorders über die Ticker liefen.

Weimer äußerte sich über aktuelle Marktentwicklungen besorgt. Selbst in einem hoch regulierten Aktienmarkt liefen noch 50 % aller Volumina nicht über regulierte Börsen. Ferner gebe es einen Besorgnis erregenden Siegeszug von Private Equity. Überall auf der Welt finde Private Equity mehr Zuspruch. Public Equity werde stark reguliert, und es werde irgendwo ein Ventil gesucht, um "auszubüxen". Der Siegeszug von Private Equity werde wahrscheinlich weitergehen. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Public Equity nicht zu Tode regulieren."

- Schwerpunkt Seite 3

Börsen-Zeitung, 05.06.2019, Autor Christopher Kalbhenn, Frankfurt, Nummer 106, Seite 1, 318 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019106007&titel=Ich-zahle-wenig-Dividende
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