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BVR hakt Zinswende für die nächsten fünf Jahre ab

ski Frankfurt - Die Sparer müssen damit rechnen, künftig auch für kleinere Einlagen mit Negativzinsen zur Kasse gebeten zu werden. Dies ist die Folge der unorthodoxen und bald womöglich noch weiter "verschärften" Geldpolitik der EZB. Der Volks- und Raiffeisenbankenverband BVR geht mittlerweile davon aus, dass es in den kommenden fünf Jahren keine Wende beim Leitzins geben wird. Der EZB-Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte der Kreditinstitute liegt seit mehr als drei Jahren bei null, auf Einlagen bei der Zentralbank müssen die Banken einen Obolus von 0,4 % zahlen. "Offenbar sind wir im Japan-Szenario angekommen", sagte BVR-Präsidentin Marija Kolak am Donnerstag. Es werde für Banken "immer schwerer, bei anhaltenden Negativzinsen eine angemessene Profitabilität im Kundengeschäft sicherzustellen, insbesondere wenn auf die Weitergabe der negativen Zinsen im Mengengeschäft verzichtet wird". Sollte sich die heutige Zinssituation weiter verstetigen oder durch eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik sogar noch verschärfen, müssten alle Banken die Lage neu bewerten - soll heißen: über die Einführung von Negativzinsen für Privatkunden auf breiter Front nachdenken.

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Berichte Seite 3

Börsen-Zeitung, 12.07.2019, Autor Bernd Wittkowski, Frankfurt, Nummer 131, Seite 1, 170 Wörter

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https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2019131004&titel=Es-drohen-Negativzinsen-auf-breiter-Front
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